Die Rückkehr von Mitchell Weiser verzögert sich weiter – und auch in Sachen Werder-Zukunft steht das endgültige Signal aus. Erfolgt es noch in diesem Monat?
Perspektive der Leihrückkehrer
Einen Monat liegt die Partie des SV Werder Bremen gegen RB Leipzig nun zurück – und damit der auffälligste Auftritt in Klubdiensten von Mitchell Weiser in dieser Saison: als Interview-Gast bei Sky während der Halbzeitpause.
Ein in der Saisonvorbereitung erlittener Kreuzbandriss verhinderte, dass der 32-Jährige an den 32 bisherigen Spieltagen für die Bremer sportlich eingreifen konnte – und daran dürfte sich wohl auch nichts mehr ändern.
Eigentlich hatte man am Osterdeich bereits zeitnah nach dem Leipzig-Spiel mit einer Rückkehr auf den Trainingsplatz gerechnet. Der Spieler selbst hatte ursprünglich gar einen noch früheren Zeitpunkt angepeilt.
Die Rückkehr gestaltet sich zäh
„Als es frisch passiert ist, habe ich gesagt: Ich komme im Januar zurück. Weil ich dachte, ich nehme die Reha auseinander“, so Weiser zu Anfang des Jahres. „Was ich gelernt habe, ist, dass es einfach die Zeit braucht, die es braucht.“
Tatsächlich gestaltet sich die Rekonvaleszenz noch immer zäh, am Dienstag fehlte er weiterhin im Training; in den kommenden Tagen könnte er eventuell doch noch auf den Platz zurückkehren, so die Prognose, mit der man jedoch vorsichtig planen dürfte.
Doch von einem Einsatz wäre Weiser selbst dann noch ein gutes Stück entfernt, wie zuletzt auch Coach Daniel Thioune andeutete: „Ich glaube nicht, dass er in dieser Saison in einem Punktspiel noch auf den Platz zurückkehrt.“
Werder bietet leistungsbezogenen Vertrag
Und da auch die weitere Zukunft Weisers in Bremen aktuell noch in den Sternen steht, könnte es durchaus sein, dass der Unterschiedsspieler der vergangenen Jahre das Werder-Trikot am 34. Spieltag der Vorsaison in Heidenheim zum letzten Mal getragen hatte.
Angesichts des auslaufenden Vertrags werden weiterhin Gespräche über eine Verlängerung geführt – eine Tendenz sei aktuell noch immer nicht erkennbar, heißt es, der Ausgang offen. Für eine gewisse Skepsis dürfte da jedoch das bisherige Zögern der Spielerseite sorgen …
Werder hat seine Bereitschaft zur Verlängerung signalisiert, zu angepassten Konditionen mit leistungsbezogenen Bezügen. Ob die Vorstellungen miteinander vereinbar sind, bleibt indes fraglich. Am Osterdeich rechnet man noch in diesem Monat mit einer Entscheidung.
Kownacki? Werder nicht allzu euphorisch
Genauso fraglich wiederum erscheint, inwieweit Dawid Kownacki als einer von drei Leihrückkehrern (zu Hertha BSC) in den Bremer Planungen noch eine Rolle spielt. Obwohl mit Thioune sein Förderer aus gemeinsamen erfolgreichen Zeiten in Düsseldorf am Werk ist, wirkt man bei Werder nicht allzu euphorisch darüber.
Keine Perspektive haben dürften Skelly Alvero (Amiens SC) und Leon Opitz (Karlsruhe). Bei beiden hatte man sich an der Weser mehr von den Ausleihen erhofft. Dass Alvero nicht mal in der französischen 2. Liga für sich werben konnte, geht als nächstes Kapitel in dessen Geschichte als Transfer-Flop (Werder zahlte 2024 4,75 Millionen Euro) ein.

