Deniz Undav verlängerte seinen Kontrakt vorzeitig bis Juni 2029. Eine Entscheidung als Signal und mit Wirkung. Weitere Leistungsträger sollen und werden folgen. Wer ist der Nächste?
Was mit Chabot, Demirovic, Hendriks & Co. wird
Diese Personalie beschäftigte rund um das Saisonende den VfB Stuttgart und dessen Umfeld, wie schon lange keine andere in den vergangenen Jahren. Verlängert Deniz Undav, Torjäger, Fanliebling, Aushängeschild und schließlich auch WM-Fahrer, seinen 2027 auslaufenden Vertrag? Wie lange und zu welchen Konditionen?
Schließlich gelang eine Einigung, für die man sich allerdings so richtig bis zur Decke strecken musste. Rund 30 Millionen Euro ist das Gesamtpaket schwer, um den in Kürze 30 Jahre zählenden Stürmer bis 2029 (inkl. Option bis 2030) zu halten. Eine Entscheidung mit Folgen. In naher Zukunft stehen die Schwaben vor weiteren Verlängerungen – inklusive Gehaltserhöhungen. Wenn auch nicht in Undav-ähnlichen Dimensionen. Aber doch mit Auswirkungen auf die Gehaltsstruktur und die Personalkosten, die bisher schon bei rund 90 Millionen Euro lagen für Profis und Trainerteam.
Als Erstes dürften Gespräche mit Fabian Bredlow anstehen. Stuttgarts Nummer 2 ist als einziger Kader-relevanter Profi sogar nur bis Juni 2027 gebunden. Der 31-Jährige soll der neuen Nummer 1, Dennis Seimen, auch künftig in gleichem Maße zur Seite stehen, wie er es bisher bei Alexander Nübel tat.
Was wird aus den Fixpunkten im Team?
Die Liste derer, deren Kontrakte ein Jahr später auslaufen, ist dagegen lang und nur geringfügig weniger prominent als Undav: Ermedin Demirovic, Angelo Stiller, Jeff Chabot, Ramon Hendriks, Chris Führich und Maximilian Mittelstädt gehören zu den Fixpunkten im Team. Sie waren in der Vergangenheit schon gefragt und umworben. Sie werden es auch künftig sein. Sicher schon in diesem Sommer.
Besonders Demirovic und Stiller, die im Rampenlicht des aktuellen Wettstreits im Weltfußball stehen, könnten sich Verlockungen bieten. Aber auch andere, wie Abwehrchef Chabot, Shootingstar Hendriks oder die Fast-WM-Fahrer Mittelstädt und Führich – Letzterer verfügt über eine Ausstiegsklausel (mindestens 22 Millionen Euro, für das Ausland sogar höher) – werden gefragt sein.
Viel Arbeit für Sportvorstand Fabian Wohlgemuth
Stuttgart stünde vor der Entscheidung, den einen oder anderen Leistungsträger in dieser Transferperiode höherpreisig abzugeben oder einen Preisverfall zu riskieren. Viel Arbeit für Fabian Wohlgemuth, der sich nicht treiben lassen will. Bisher sind keine konkreten Anfragen oder Angebote beim Sportvorstand eingegangen, bisher auch keine Gespräche anberaumt.
Keine Eile ist auch bei anderen bis 2028 Gebundenen geboten. Atakan Karazor ist zwar Kapitän, aber zuletzt unter Bedrängnis von Jungstar Chema geraten. Mit Grischa Prömel kam zudem ein weiterer Mitkonkurrent aus Hoffenheim. Ameen Al-Dakhil kämpft seit Langem um Form und Einsatzzeit, eine Leihe wird in diesem Sommer zumindest diskutiert. Josha Vagnoman und Nikolas Nartey haben vor gar nicht so langer Zeit erst verlängert.

