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Deshalb glaubt Rolfes an Boniface-Comeback: „War ein Mutmacher“

Mit seiner Rückkehr nach Leverkusen muss der an Werder Bremen verliehene Victor Boniface versuchen, seine Karriere zu retten. Manager Simon Rolfes erklärt, warum er trotz aller berechtigter Skepsis die Basis für einen Turnaround beim abgestürzten Stürmerstar sieht.

Bayer-Manager nennt Schlüsselerlebnisse

Gelingt Victor Boniface nach einer verlorenen Saison in Bremen das Comeback bei Bayer 04? Klar ist, dass der nigerianische Nationalspieler zum Trainingsauftakt Mitte Juli in Leverkusen wieder auf der Matte stehen wird. Und auch, dass viele Beobachter ihre Zweifel hegen, ob der 25-Jährige nach der langen Leidenszeit wieder zu alter Klasse finden kann. Fiel Boniface doch in der vergangenen Saison mehr dadurch auf, dass er körperlich nicht topfit war und offensichtlich das eine oder andere Kilo zu viel mit sich trug.

In Verbindung mit seiner extremen Knie-Problematik, die im Januar eine Operation notwendig machte, ist also Skepsis angesagt. Doch der Eingriff hatte ein viel besseres Ergebnis als vermutet erbracht. Weshalb auch Simon Rolfes durchaus zuversichtlich ist, dass Boniface, dessen Knie schon zu Beginn der Leihe nach Bremen nicht maximal belastbar war, wieder zu alter Stärke zurückfinden könnte.

Der Eingriff und die positive Prognose stellte für den mental schnell schwankenden Sturmtank ein Schlüsselerlebnis dar. „Das Ergebnis der Operation war ein Mutmacher für ihn“, erklärt der Geschäftsführer von Bayer 04.

Im Winter lag Boniface vor dem Eingriff mental am Boden

Dieser war sehr wichtig für Boniface, der im Winter aufgrund seiner Probleme und des drohenden Eingriffs, den dieser zuvor immer vermeiden wollte, mental am Boden lag. Das hat sich grundlegend geändert. „Ich habe ein gutes Gefühl, dass er motiviert ist, sich wieder in Form zu bringen“, erklärt Rolfes heute.

Der Ex-Profi sagt diese nicht einfach nur so dahin, sondern wurde durch ein persönliches Erlebnis vor dem letzten Spieltag der abgelaufenen Saison in seiner Ansicht bestärkt. Kurz vor jenem Wochenende Mitte Mai meldete sich Boniface, der nicht in Werders Aufgebot für das Spiel gegen Dortmund stand, beim Leverkusener Manager und bat um einen Gesprächstermin, was seine Zukunft betrifft. Auf die Frage von Rolfes, wann er denn sprechen wolle, antwortete der Mittelstürmer mit ‚heute‘. „Drei Stunden später war Boni in Leverkusen und wir haben uns lange unterhalten“, berichtet Rolfes.

Spätestens seit diesem Zeitpunkt ist der Manager optimistisch, dass Boniface, der im ersten Halbjahr der Double-Saison 2023/24 eine der Sensationen im Bundesliga-Zirkus und kaum von den gegnerischen Abwehrreihen zu halten war, nochmal den Weg zurück schafft. Den ersten Schritt dafür muss der 25-Jährige vor dem Vorbereitungsauftakt alleine gehen und die Basis dafür legen, auch von seinen Mitspielern wieder als ernsthafter Fußball-Profi wahrgenommen zu werden.

Daran arbeitet der Angreifer. In Bremen habe Boniface in den letzten Wochen, in denen er wieder komplett mit der Mannschaft trainierte, bereits Gewicht gemacht, berichtet Rolfes. Bis zu den Leistungstests am 13. Juli muss der Sturmtank dies fortsetzen, um wieder den Konkurrenzkampf mit seinen neuen alten Kollegen aufnehmen zu können. Auch wenn klar ist, dass er dann noch nicht in körperlicher Topform sein kann.

„Es geht darum, dass er sich selbst hilft, und wir ihm helfen, dass er wieder in eine gute Verfassung kommt. Dann schauen wir weiter.“ (Simon Rolfes)

Wie es dann weitergeht, wenn Boniface diesem ersten Schritt auch den zweiten in Form guter Leistungen in den Vorbereitungsspielen folgen lassen sollte, lässt Rolfes offen. Dass ein Abgang im Sommer auch in diesem Fall wahrscheinlich ist, weil Bayer im Sturmzentrum mit Patrik Schick und Christian Kofane bereits doppelt stark besetzt ist, schließt er nicht aus, sieht dies aber auch nicht als gesichert an.

Natürlich. Möchte er doch die Motivation von Boniface nicht mindern. Muss dieser doch jetzt mit höchstem Eigenantrieb alles dafür geben, um seine Karriere zu retten und wieder in Schwung zu bringen. „Es geht darum, dass er sich selbst hilft, und wir ihm helfen, dass er wieder in eine gute Verfassung kommt“, betont Rolfes, „dann schauen wir weiter…“

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