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„Unbeschreiblich gut“: Gladbach feiert Matchwinner Mohya

Gladbach hat den Fehlstart gestoppt und in Stuttgart den ersten Saisonsieg gefeiert. Sportdirektor Rouven Schröder zeigte sich nach dem Kraftakt hörbar erleichtert. Das Lob der Fohlen-Verantwortlichen erntete vor allem der starke Wael Mohya.

Fehlstart in Stuttgart gestoppt

Wie viel von den Gladbachern nach dem Sieg in Stuttgart abgefallen war, war Rouven Schröder am besten anzusehen. Der Head of Sport der Borussia hatte vorab alle Kritik an der Gladbacher Misere auf sich genommen, um den Druck von den Spielern zu nehmen. Umso erleichterter wirkte Schröder im Sky-Interview über den ersten Sieg der Fohlen in der neuen Saison. „Es fällt einiges ab. Die Jungs haben sich heute maximal belohnt“, freute sich der 41-Jährige.

Energieleistung folgt auf Fehlstart

Gladbach hatte ein unrühmlicher Negativrekord gedroht, denn noch nie zuvor war ein Bundesligist mit sieben Niederlagen in eine Saison gestartet. Im Ländle waren die Weichen früh in Richtung dieses historischen Fehlstarts gestellt, nachdem Moritz Nicolas bei Ermedin Demirovics Distanzschuss folgenschwer gepatzt und dem VfB die frühe Führung ermöglicht hatte. „Da denkst du, es passiert schon wieder“, kommentierte Schröder den Fehlstart.

„Ab der 65. Minute hat jeder mal rausgeschaut und wollte einen Energieriegel.“ (Rouven Schröder)

Doch sein Gefühl drehte sich schnell, nachdem sich die Borussia ins Spiel gekämpft und durch Joe Scally ausgeglichen hatte. „Wir haben mehr investiert waren leidenschaftlich“, lobte Schröder. Auch Trainer Alexander Blessin stimmte ein: „Wir haben alles reingeworfen, hatten eine gute Struktur und geile Ballgewinne. Wir waren klar in unseren Abläufen und haben verdient gewonnen.“ Wie sehr sich die Fohlen verausgabten, erzählte Schröder: „Ab der 65. Minute hat jeder mal rausgeschaut und wollte einen Energieriegel.“

Blessins unübliches Lob für Mohya

Dass die Borussia am Ende erstmals jubeln durften, war allerdings nicht nur ihrer Leidenschaftlichkeit zu verdanken. Vorangegangen war in Stuttgart ein 17-Jähriger: Wael Mohya glänzte mit einer starken Vorlage zum 2:1 und dem Tor zum 3:1. Mit seiner Leistung verdiente sich der Youngster das Lob seiner Chefs.

„Wow!“, entfuhr es Schröder, „Wael ist 17. Wie er hier aufdribbelt, wie frech er das Tor vorbereitet … Hut ab!“ Sein Trainer ging noch weiter: „Nicht nur seine Vorlage und sein Tor waren unbeschreiblich gut. Er hat wahnsinnig viel gemacht und sich taktisch sehr gut verhalten“, so Blessin. Er hebe ungern einzelne Spieler heraus, aber: „Er war heute top, top, top.“

Mohya selbst konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen: „Es wurde Zeit. Dass es heute (mit einem Sieg, Anm. d. Red.) geklappt hat, ist ein geiles Gefühl. Dass ich mit einem Tor und einem Assist helfen konnte, ist doppelt cool.“

Mohya gibt nach Auswechslung selbst Entwarnung

Grund zur Freude hat die Borussia jedoch nur bedingt, weiterhin ist der Klub Tabellenletzer. „Das kann nur ein Start sein“, mahnte Schröder nach dem Sieg, stellte aber auch klar: „Für den ganzen Klub heißt es Durchatmen. Die letzten Wochen waren hart. Wir können jetzt einfach das Gefühl eines Sieges genießen.“ Blessin schloss sich an: „Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie lebt. Durch so einen Sieg kommt das Selbstvertrauen zurück. So soll es nun weitergehen.“

Dass Matchwinner Mohya in der 70. Minute vom Feld gehumpelt war, braucht die Borussia dabei nicht zu sorgen. Der 17-Jährige gab nach dem Spiel Entwarnung, er habe lediglich einen Schlag auf den Oberschenkel, ein „Eisbein“, abbekommen. Am Dienstag (20.45 Uhr, LIVE! bei kicker) könnten die Borussia und Mohya schon das nächste Erfolgserlebnis feiern, im DFB-Pokal beim KSC.

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