Seit Jahren gibt sich Hoffenheims Torhüter Luca Philipp mit der Rolle als Ersatzmann für Oliver Baumann zufrieden. Nun steht der 25-Jährige wohl an einer wichtigen Weggabelung in seiner Karriere.
Hoffenheims Nr. 2 Thema in Fürth
Diese Vertragsverlängerung zieht sich auffällig lange hin. Als letzter Hoffenheimer Profi mit auslaufendem Vertrag ist die Zukunft von Luca Philipp noch immer ungeklärt. Das könnte entweder bedeuten, dass sich beide Seiten sicher sind, die bewährte Konstellation weiterzuführen. Es könnte aber auch sein, dass sich der 25-Jährige nun vor einer wegweisenden Entscheidung steht: Soll er weiter im Schatten von Kapitän, Oliver Baumann, als loyaler Trainingspartner verharren? Oder anderswo den Schritt zur Nummer 1 zu wagen?
Interessen aus der 2. Liga
Denn nach kicker-Informationen interessieren sich durchaus Vereine für Philipp. Im Winter wurde das Interesse aus Dresden bekannt. Nach kicker-Informationen hat nun auch die SpVgg Greuther Fürth ihre Fühler ausgestreckt. Nach dem Klassenerhalt stellt sich der Zweitligist neu auf, auch der ablösefreie Philipp könnte ein Teil des Neubeginns beim Kleeblatt sein und seine Karriere so Fahrt aufnehmen. Noch ist die Entscheidung dem Vernehmen nach nicht gefallen.
Das Eigengewächs stieß bereits als 13-Jähriger zur TSG und durchlief im Kraichgau sämtliche Ausbildungsstufen und -teams. Bereits 2020 unterschrieb er seinen ersten Profivertrag, spielte aber zunächst als Stammkeeper in der U 23 und wurde immer näher auch an den Profikader herangeführt. Seit 2024 wird er als offizielle Nummer 2 hinter Baumann geführt. Der Nationaltorhüter hatte seinen auslaufenden Vertrag bereits vergangenen Sommer bis 2028 plus Option auf ein weiteres Jahr verlängert.
Zuletzt keinerlei Spielpraxis im Profiteam
Da Baumann, der am kommenden Dienstag bereits 36 Jahre alt wird, aufgrund seiner enorm professionellen Einstellung bislang kaum verletzt ausfiel, hielten sich die Bewährungsproben für Philipp in engen Grenzen. In der abgelaufenen Saison war er bis auf zwei Auftritte in der U 23 in der 3. Liga komplett ohne Einsatz geblieben. Seine bislang sechs Profispiele verbuchte er in der Spielzeit davor. Als Baumann an einer Sehnenproblematik im Fuß laborierte, hatte ihn Philipp durchaus zuverlässig in der Bundesliga vertreten, dazu kam ein Spiel in der Europa League und ein Einsatz im DFB-Pokal.
Wichtiger Faktor in der TSG-Kabine
Trotz der Reservistenrolle hatte sich Philipp nie hängen lassen. Im Gegenteil. Sein Trainingseifer wurden ebenso wie seine Leistungen stets gelobt, auch die Kollegen und Sport-Geschäftsführer Andreas Schicker betonten die in der Kabine durchaus wichtige Rolle, die Philipp, genannt „der Alman“, in der Hoffenheimer Mannschaft einnimmt.
Deshalb scheint auch eine weitere Vertragsverlängerung nicht ausgeschlossen. Schließlich ist der gebürtige Stuttgarter, der aus der Jugend des SGV Freiberg stammt, im Kraichgau fest verwurzelt. Auch sein jüngerer Bruder Tim spielt als Torhüter bei der TSG und steht im Aufgebot der Drittligamannschaft. Mal sehen, wann und wie sich Philipp entscheidet.

