Die Hamburger Verletzungssorgen werden vor dem Bundesliga-Duell mit Frankfurt ein wenig kleiner. Jordan Torunarigha kehrt in den Kader zurück, bei Sebastiaan Bornauw steht dagegen noch ein Fragezeichen.
Polzin lobt „positiven Aufwärtstrend“
Fünf Tage nur müssen die Hamburger warten für die Revanche gegen Eintracht Frankfurt. Nach dem Pokal-Aus am Dienstag (1:3) im heimischen Volkspark tritt der HSV zum „Rückspiel“ in der Bundesliga am Sonntag (17.30 Uhr, LIVE! bei kicker) nun im Frankfurter Waldstadion an. Allerdings unter ganz anderen Vorzeichen, wie Trainer Merlin Polzin vorab klarmachte: „Gerade rücken können wir nichts, da es ein ganz anderer Wettbewerb ist.“
Polzin lobt „positiven Aufwärtstrend“
Das frühe Aus im DFB-Pokal habe den HSV getroffen, da man sich viel vorgenommen habe für die Pokal-Saison. Neben den vielen vergebenen Chancen ärgere er sich vor allem über den ausgebliebenen Elfmeterpfiff, gab Polzin zu: „Wenn drei Tage später plötzlich alle Seiten davon ausgehen, dass es einen Elfmeter hätte geben müssen, dann schmerzt das doppelt.“ Doch nun gehe es in der Bundesliga gegen die SGE um andere Dinge.
„Stück für Stück sieht man, was wir vorhaben auf dem Platz.“ (Merlin Polzin lobt einen Aufwärtstrend beim HSV)
Freilich habe man aus dem ersten Duell mit der SGE Erkenntnisse für den Sonntag sammeln können, so der 35-Jährige. Doch die Marschroute beim HSV ist: weniger auf den Gegner schauen, sondern auf die eigenen Stärken besinnen. „Wir sind gerade absolut in einem positiven Aufwärtstrend. Der Prozess geht weiter und Stück für Stück sieht man, was wir vorhaben auf dem Platz“, sprach Polzin seinem Team Mut zu. In Frankfurt gelte es, „noch präziser zu sein und uns noch mutiger zu zeigen“.
Daka und Moffi voll einsatzbereit
An der angespannten Personallage aufgrund des Verletzungspechs der letzten Wochen hat sich derweil in der kurzen Pokal-Woche nur wenig geändert. So fallen Abwehrchef Nicolas Capaldo (muskuläre Probleme), Bilal Nadir (Muskelverletzung mit Sehnenbeteiligung), Fabio Vieira (Muskelfaserriss) und Yussuf Poulsen (Hüftprobleme) neben dem langzeitverletzten Kapitän Nicolai Remberg (Kreuzbandriss) weiterhin aus.
Doch auch erfreuliche Nachrichten konnte Polzin präsentieren. So wird Jordan Torunarigha nach überstandenen muskulären Problemen wieder in den Kader zurückkehren. Auch Sebastiaan Bornauw, der im Pokal nach einem Schlag gegen den Kiefer benommen ausgewechselt werden musste, ist zurück im Training. Hinter dem Einsatz des Belgiers steht allerdings noch ein Fragezeichen. „Es geht darum, ob er sich stabil genug fühlt, um in jedem Duell 100 Prozent da zu sein. Wir wollen absolut sicher sein, dass er sich gut fühlt. Aber ich hoffe, aus dem Fragezeichen wird ein Ausrufezeichen“, so Polzin.
Patson Daka, der nach Verletzung gegen die SGE sein Comeback feierte, und Terem Moffi, der zuletzt immer wieder mit Knieproblemen kämpfte, seien dagegen wieder voll einsatzbereit. „Die Jungs in der Offensive sind bereit, viel zu spielen und Gas zu geben“, freute sich Polzin angesichts der vielen Ausfälle und schaut auf das Auswärtsspiel in Frankfurt voraus: „Wir haben Vertrauen in unseren Kader. Der volle Fokus liegt auf den Jungs, die zur Verfügung stehen.“

