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Thioune: „An so einem Moment kann man zerbrechen“

Nach 13 Spielen haben die Bremer endlich wieder einen Sieg in der Bundesliga eingefahren. Nach dem 2:0 gegen Heidenheim waren die Protagonisten vor allem stolz, wie die Mannschaft mit Rückschlägen umging.

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„Ich freue mich sehr, dass diese Mannschaft sich für diese Achterbahnfahrt belohnt hat“, sagte Bremens Trainer Daniel Thioune nach dem 2:0 gegen Heidenheim bei Sky. Es war der erste Sieg der Bremer nach 13 Spielen und zugleich der erste Dreier für den neuen Coach im vierten Spiel.

„Das war ein unfassbares Spiel, wir haben das ganze Spiel schon dominiert, würde ich sagen. In der zweiten Halbzeit haben wir ein bisschen gelitten. Aber Jovan und ich, was wir da für Chancen vergeben, das passiert nur, wenn man da unten drinsteckt“, so Romano Schmid bei DAZN und fügte die wichtige Erkenntnis an: „Trotzdem muss man sagen, wir vergeben solche Chancen und hören trotzdem nicht auf, an uns zu glauben. Das spricht für die Mannschaft.“

Es war im ersten Durchgang wie verhext für die Bremer. Zunächst zählte der Treffer von Olivier Deman zu Recht nicht, dann trafen Jovan Milosevic und Schmid das leere Tor nicht. „Wenn man da unten steht und 13 Spiele nicht gewonnen hat, kann man an so einem Moment auch zerbrechen, auch als junger Stürmer. Großes Lob an die Mannschaft, daran wächst man. Der Moment von Romano Schmid war nicht minder bitter, das mussten wir aushalten“, resümierte Thioune.

„Ich habe von der Werder-Familie gehört, heute habe ich eine Menge davon gesehen.“ (Werder-Coach Daniel Thioune)

Eben jene beiden Spieler waren es dann, die für die aus Bremer Sicht so wichtige Führung sorgten. Schmid flankte auf Milosevic, der zum 1:0 einnickte. „Wir haben dann genau die beiden Spieler bei dem entscheidenden Tor dabei gehabt“, freute sich der Coach, dass seine Jungs nicht den Kopf hängenließen oder gar an den vergebenen Großchancen zerbrachen. „Die Erleichterung ist groß, aber das ist erst der erste Schritt, wir haben noch zehn Spiele zu spielen. Mit der Energie und dem Glauben müssen wir jetzt weitermachen“, forderte Schmid.

Weser-Stadion als entscheidender Faktor?

Der Dreier war für die Bremer natürlich zum einen wichtig, um den Negativlauf zu beenden und in Sachen Klassenerhalt dabei zu bleiben. Zum anderen war es aber auch eine kleine Versöhnung mit den eigenen Fans, die die Werderaner am Sonntag nach dem 1:2 beim FC St. Pauli noch weggeschickt hatten. „Es war wichtig, dass es zu Hause passiert ist. Es war ein Schulterschluss da, das hat uns getragen, auch durch die schwere Phase in der zweiten Halbzeit. Ich habe von der Werder-Familie gehört, heute habe ich eine Menge davon gesehen“, freute sich Thioune, der hofft: „Das kann helfen, das kann ein Beschleuniger sein. Denn wir haben viele Aufgaben vor uns und sind noch lange nicht zufrieden.“

Der letzte Abstieg der Bremer passierte in der Corona-Zeit vor leeren Rängen, nun kann das Weser-Stadion zum ganz wichtigen Faktor werden. „Wenn wir gemeinsam so agieren wie heute, das ganze Stadion und wir selbst, dann ist es schwer, hier zu gewinnen. Ich glaube, kaum ein Stadion kann dann so viel positive Energie entfachen“, weiß Schmid.

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