Der 1. FC Köln fahndet nach einem neuen Mittelfeldchef und hat beim VfL Wolfsburg wegen Vinicius Souza angeklopft. Beim Absteiger biss der Bundesligist nach kicker-Informationen jedoch auf Granit.
Wölfe setzen auf den Brasilianer
Der 1. FC Köln, der am heutigen Freitag (12 Uhr) zum Abschluss seines Trainingslagers in Kitzbühel gegen Hertha BSC testet, fahndet weiter nach einem neuen Chef im defensiven Mittelfeld. Die Suche nach dem Sechser ist nach dem Abgang von Eric Martel (Mainz 05) eine Schlüsselpersonalie der Rheinländer in diesem Sommer. Edson Alvarez (West Ham United) wurde ebenso schon gehandelt wie der Ex-Kölner Ellyes Skhiri (Frankfurt), in beiden Fällen deutet aktuell nichts auf einen Wechsel zum FC hin.
Dafür spricht auch, dass sich Geschäftsführer Thomas Kessler und sein Kaderplaner Tim Steidten anderweitig umschauen. Nach kicker-Informationen ist beim VfL Wolfsburg ein Angebot für den Brasilianer Vinicius Souza eingegangen, dem Vernehmen nach wollte der FC den 27-Jährigen gerne mit einer Kaufoption leihen. Jedoch: Der VfL hat dieses Angebot abgelehnt.
Unter Strobl gesetzt
Mehr noch: Der VfL, der nach seinem Abstieg den sofortigen Wiederaufstieg anstrebt, will in der 2. Liga auf Vinicius Souza setzen, der Südamerikaner gilt im System von Trainer Tobias Strobl als gesetzt.
Für 15 Millionen Euro war der Spieler im vergangenen Sommer von Sheffield United nach Wolfsburg gewechselt, erlebte eine Saison voller Missverständnisse. Lange Zeit wurde der Mittelfeldabräumer auf einer falschen, offensiveren Position eingesetzt, irgendwann gar nicht mehr. Erst Dieter Hecking – seinerzeit noch Trainer, nun VfL-Geschäftsführer – setzte auf den Sechser Vini Souza, der fortan zeigte, dass er durchaus ein Gewinn sein kann für das VfL-Spiel.
Das will Wolfsburg im Unterhaus für sich nutzen und würde wohl nur schwach werden bei einer Ablöse in dem Bereich der selbst gezahlten Summe. 15 Millionen Euro wird der 1. FC Köln aber kaum für den Brasilianer bieten.

