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Schuster hat keine Lust auf ein Déjà-vu

In der Vorsaison hat der SC Freiburg die ersten beiden Spiele in der Bundesliga verloren. Eine Wiederholung soll es nicht geben, obwohl der Sport-Club danach eine sehr erfolgreiche Saison gespielt hat.

Ex-Bremer Backhaus gleich zu Beginn gegen die alten Kollegen

Viel besser hätte der Start in die neue Saison für die Freiburger kaum laufen können. Sie haben ihr Zwischenziel erreicht, sich durch drei souveräne Siege für die Ligaphase der Conference League und die zweite Runde im DFB-Pokal qualifiziert. Außerdem konnte die Wechselposse rund um Torwart Noah Atubolu mit der Ausleihe an Eintracht Frankfurt beendet werden. Und trotzdem kommen beim Sport-Club vor dem ersten Bundesliga-Heimspiel gegen den SV Werder Bremen (Sonntag, 15.30 Uhr) Erinnerungen an den verpatzten Beginn vor einem Jahr hoch.

Schusters Forderung: „Alles abrufen“

Bremen werde „definitiv eine andere Qualität“ haben als die bisherigen Gegner, warnte Trainer Julian Schuster. „Bei aller kleinen – in Anführungszeichen – Anfangseuphorie, wird es deshalb total wichtig sein, alles abzurufen.“ Der SC-Coach verwies dabei noch mal auf die beiden Auftakt-Niederlagen in der Liga im August 2025, zuhause mit 1:3 gegen den FC Augsburg und auswärts mit 1:4 beim 1. FC Köln. „Das hat uns phasenweise in der jetzigen Vorbereitung geholfen, uns dessen bewusst zu sein, dass man die Basics nicht vergisst“, sagte Schuster. „Inhaltlich haben wir ein gutes Spiel gezeigt, sind aber mit 1:3 vom Platz marschiert“, blickte er noch mal auf die Niederlage gegen Augsburg zurück. In Köln stimmte dann auch die Leistung nicht.

In der darauffolgenden Länderspielpause wurden diese beiden Partien intern schonungslos aufgearbeitet, was bei Trainern und Spielern später als Grundlage für die gute restliche Saison gesehen wurde. Außerdem habe die große Anzahl an Spielen durch den Finaleinzug in der Europa League und dem Halbfinale im DFB-Pokal „geholfen besser zu werden“, meinte Schuster, „deswegen bin ich dankbar, dass wir wieder viele Spiele haben werden, um uns zu entwickeln“.

Matanovic ganz pragmatisch

Bei dem ungefährdeten Rückspiel-Sieg gegen Motherwell erlebte die neue Freiburger Nummer eins Mio Backhaus ein etwas unglückliches erstes Heimspiel im neuen Trikot. Der einzige Schuss der Gäste aufs Tor flutschte dem 22-Jährigen durch die Hände. Für Schuster und die Mannschaft war das nicht schlimm, weil „Fehler immer wieder passieren werden und eine Chance für Entwicklung sind“. Schuster hat gefallen, dass die Fans sofort den Namen des neuen Keepers skandierten und Mitspieler zu ihm kamen. „Das im Paket zeichnet uns dann auch wieder aus.“ Stürmer Igor Matanovic berichtete von einem Gespräch mit Backhaus direkt nach dem Abpfiff: „Ich habe ihm gesagt, du kannst gerne heute hadern und dich ärgern, das sollst du auch, und auch analysieren, was du falsch gemacht hast – aber morgen hast du schon keine Zeit mehr.“ Das sei der Vorteil an englischen Wochen.

„Es ist kein Spiel wie jedes andere.“ (Mio Backhaus)

„Ich hätte mir ehrlicherweise erst mal einen anderen Gegner gewünscht“, gab Backhaus vor dem Wiedersehen mit seinem Ausbildungsverein im Interview mit SC Freiburg TV zu. „Es ist kein Spiel wie jedes andere. Es ist etwas sehr Spezielles für mich. Ich freue ich mich darauf, die Jungs wiederzusehen – hoffe aber auf die drei Punkte für uns, und werde dafür alles auf dem Platz lassen.“ Den Kontakt zu den ehemaligen Mitspielern hat er deshalb zuletzt auch mal vorübergehend ruhen lassen.

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