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Riera sitzt auch gegen Stuttgart auf der Eintracht-Bank – und dann nie wieder?

Auch bei Borussia Dortmund sprang für Eintracht Frankfurt nichts Zählbares heraus. SGE-Trainer Albert Riera erhielt zumindest für das Saisonfinale eine Jobgarantie und erklärte, wieso er auch für die Zukunft der richtige Mann sei.

Trainer kämpft um Verbleib

Trotz des frühen Treffers durch Can Uzun sollte es am Ende nicht sein für die Eintracht, die in Dortmund ihre zwölfte Niederlage hinnehmen musste. Schon am Sonntag könnte die letzte Restchance auf Platz 7 und die damit verbundene Teilnahme an der Conference League zunichte sein, sollte Freiburg beim Hamburger SV gewinnen.

Dass abermals eine Führung verspielt worden war, „hat natürlich auch etwas mit dem Kopf zu tun“, erklärte Markus Krösche im Nachgang. „Und ganz ehrlich: Es ist auch ein bisschen eine selbsterfüllende Prophezeiung in den letzten Wochen und Monaten gewesen, das ist diese Saison halt leider so“, führte der Sportchef in der Mixed Zone des Signal-Iduna-Parks aus.

Nachdem Krösche im Vorfeld der Partie zum wiederholten Male ein Bekenntnis zu Albert Riera vermieden hatte, wich er der unmissverständlichen Frage nach der Zukunft des Cheftrainers erneut aus: „Wir haben jetzt das Spiel verloren und das ist natürlich extrem ärgerlich. Jetzt geht es darum, dass wir alle zusammen das Spiel gegen Stuttgart gewinnen“, entgegnete der 45-Jährige.

Auch die von Reporterseite geäußerten Zweifel am Zusammenhalt zwischen Riera und seinen Spielern wies Krösche nicht vollends zurück. Stattdessen bekräftigte er nochmals, dass man im Heimspiel am letzten Spieltag einen Dreier einfahren möchte und sich anschließend zusammensetzen werde, so wie es eben immer der Fall sei. Nur in einem Punkt konnte er Klarheit schaffen: Riera werde auch gegen den VfB auf der SGE-Bank sitzen.

Riera sieht „Reaktion“ von Jung und Alt

Der Coach selbst, dessen Stimme im Laufe des Freitagabends spürbar gelitten hatte, konnte seinen Schützlingen nach der Auswärtsniederlage keinen Vorwurf machen. „Es war eine Reaktion der älteren und der jungen Spieler“, stellte Riera bei Sky fest. Angesichts der schwierigen Situation befand er die Leistung für „großartig“ und fügte an: „Die Attribute, die wir versprechen können – Einsatz, Führungsstärke, Kommunikation, Positivität – haben wir alle gezeigt“.

Aus taktischer Sicht habe sein Team, in dem Ellyes Skhiri als Sechser die Räume verdichtet hatte, die Anweisungen „perfekt verstanden und perfekt umgesetzt“. Dass der BVB am Ende dennoch dreimal ins Frankfurter Gehäuse getroffen hatte, führte Riera hauptsächlich auf die hohe individuelle Qualität von Serhou Guirassy und Co. zurück.

„Wenn ich die Zeit habe, werde ich diese Mannschaft weiter verbessern, denn ich weiß, wie man das macht.“ (Albert Riera)

„Wenn wir so weitermachen wie heute, werden wir viele Chancen haben, viele Spiele zu gewinnen“, zeigte sich der 44-Jährige überzeugt. Wenngleich Riera der Auftritt in Dortmund insgesamt also zuversichtlich stimmte, sah er sich dennoch dazu gezwungen, unaufgefordert ein Plädoyer für sich selbst zu halten. Allzu große Hoffnung auf einen Verbleib über den Sommer hinaus versprühte er dabei nicht.

„Was soll ich von meiner Seite sagen? Drei Monate hier – Zeit ist der Schlüssel des Lebens. Wenn ich also die Zeit habe, werde ich diese Mannschaft weiter verbessern, denn ich weiß, wie man das macht. Wenn ich die Zeit nicht habe, kann ich nur versuchen, in jedem einzelnen Spiel das Beste aus uns allen herauszuholen“, so Riera.

Am 34. Spieltag bietet sich gegen Stuttgart die nächste Chance dazu – und womöglich auch die letzte.

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