Jonas Hofmann ist einer der zahlreichen Abgabekandidaten in Leverkusen. Jetzt liegt dem Routinier eine Offerte aus Saudi-Arabien vor. Rein wirtschaftlich wäre der Wechsel für Bayer und den Profi die Ideallösung.
Wirtschaftlich die Ideallösung
Setzt Jonas Hofmann seine Karriere in Saudi-Arabien fort? Dem Leverkusener Offensivakteur liegt jedenfalls eine lukrative Offerte von Al-Shabab vor. Informationen des kicker decken sich dabei mit denen der Bild-Zeitung. Der Lockruf aus Saudi-Arabien könnte endlich Bewegung in die bislang eher ruhige Personalie Hofmann bringen.
Dass dieser bei Bayer 04 trotz einer guten Vorbereitung keine große sportliche Perspektive mehr besitzt, ist lange bekannt. Zu groß ist die Konkurrenz für den offensiven Mittelfeldspieler. Ebensowenig ist es ein Geheimnis, dass sich der Klub gerne bereits ein Jahr vor Vertragsende von dem noch bis Sommer 2027 gebundenen Profi trennen möchte.
Win-win-Situation für Bayer und Hofmann?
Ein Wechsel galt bislang aus wirtschaftlichen Gründen als schwierig, da Hofmanns Arbeitspapier durchaus gut dotiert ist und der Profi bei einem Wechsel innerhalb der Bundesliga deutliche Abstriche machen müsste. Doch durch die Offerte von Al-Shabab, wo der ehemalige Coach des VfL Bochum Thomas Letsch als Trainer fungiert, eröffnet sich zumindest aus finanzieller Sicht eine mögliche Win-win-Situation für Hofmann und Bayer 04.
So könnte der 35-Jährige in Saudi-Arabien, wo hohe Netto-Gehälter gezahlt werden, wohl schon in einer Saison deutlich mehr verdienen als wenn er seine Karriere in Deutschland noch mehrere Jahre auf höchstem Niveau fortsetzen würde – was aufgrund seines relativ hohen Alters ohnehin eher unwahrscheinlich ist.
Den wirtschaftlichen Argumenten stehen private gegenüber
Für Bayer hingegen würde sich die Möglichkeit eröffnen, Hofmann ohne eine Abfindungszahlung von der Payroll zu bekommen. Womit der Klub einen Millionenbetrag einsparen würde. Zudem könnte Bayer, das Hofmann sonst ablösefrei ziehen lassen würde, eventuell sogar noch eine kleine Transferentschädigung winken.
Die Frage ist, ob Hofmann, der mit einer deutschen TV-Moderatorin verheiratet ist, den Schritt in die Wüste auch privat gehen möchte. So erwartet das Paar im Herbst sein zweites Kind.
Bislang hat Hofmann den Saudis nicht abgesagt
Ausgeschlossen ist ein Wechsel Hofmanns in die Wüste aber trotzdem nicht. Bislang hat er dem saudischen Klub keine Absage erteilt. Etwas Zeit für seine Entscheidung bleibt dem Rechtsfüßer noch. Denn anders als in Deutschland, wo die Klubs noch bis Dienstag (20 Uhr) nächster Woche Spieler verpflichten können, schließt das Transferfenster in Saudi-Arabien erst am 6. Oktober.

