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Noch ein Ausfall: Auch Njinmah fehlt Werder mehrere Monate

Der SV Werder Bremen muss den nächsten Ausfall verkraften: Nach Jens Stage fehlt dem Klub auch Justin Njinmah für längere Zeit.

Engpass auf dem Flügel

Nach 61 Minuten und beim Stand von 0:4 war am Sonntagnachmittag Schluss für Justin Njinmah: Der 25-Jährige wurde beim Bundesligaauftakt in Freiburg einigermaßen bedient vom Platz geholt, nachdem er in der Bremer Offensive zuvor genauso wenig eine Wirkung entfaltete wie alle seine Mitspieler. Und die Partie im Breisgau wird vorerst der letzte Auftritt von Njinmah für längere Zeit sein.

Wie der Klub am Abend bekanntgab, wird der schnelle Offensivmann mehrere Monate fehlen: „Der SV Werder Bremen muss in den kommenden Monaten auf Justin Njinmah verzichten. Wie eine MRT-Untersuchung am Dienstagvormittag ergab, hat sich der Offensivspieler im Spiel beim SC Freiburg eine Muskelverletzung im Oberschenkel zugezogen.“ Der Ausfall des Angreifers folgt auf die jüngste Hiobsbotschaft bei Jens Stage.

Auch der Mittelfeldspieler fällt mit einer schweren Oberschenkelverletzung monatelang aus, muss operiert werden und wird wohl erst wieder im neuen Jahr zur Verfügung stehen, wie der Verein am Sonntag bekanntgab.

Noch ein Flügelspieler weniger

Damit brechen den Bremern kurz nach dem Saisonstart zwei Startspieler weg, wobei der Ausfall von Stage weitaus schwerer wiegt – mit der Ausleihe von Ajax-Mittelfeldmann Youri Regeer wurde auf dem Transfermarkt zumindest bereits darauf reagiert.

Doch aufgrund des Abgangs von Samuel Mbangula nach Bologna ergibt sich für Werder durch die Njinmah-Verletzung nun auch ein Engpass auf dem Flügel: Damit stehen dem Klub für die beiden Positionen auf der offensiven Außenbahn nominell noch Marco Grüll, Eren Dinkci und Paul Erevbenagie zur Verfügung.

Letzterer hatte die Sommervorbereitung zumindest für einige Eigenwerbung genutzt und war von Coach Daniel Thioune als „kleiner Shootingstar“ bezeichnet worden. Nun könnte der 19-Jährige, der in diesem Sommer seinen ersten Profivertrag unterzeichnet hat, angesichts der Personalnot direkt einiges an Bundesliga-Spielzeit erhalten. Der 20-jährige Neuzugang Kenny Quetant scheint indes noch zu weit vom Bundesliga-Niveau entfernt zu sein. Wird Werder somit noch mal auf dem Transfermarkt tätig?

Die offensiven Werder-Alternativen

Denkbar wäre auch, dass ein Außenverteidiger eine Reihe weiter vorrückt, nachdem mit Arthur und Moussa Ndiaye noch zwei Neuzugänge am letzten Transfertag kamen. Auch Mitchell Weiser wäre ein Kandidat für eine offensivere Rolle, doch der 32-Jährige ist 14 Monate nach seinem Kreuzbandriss noch nicht wieder ins Bremer Aufgebot zurückgekehrt.

Am besten aufgestellt ist Werder aktuell im Sturm mit Niclas Füllkrug, Cedric Itten und Salim Musah – böte sich da als Alternative eventuell die Umstellung auf ein System mit zwei Spitzen an? Viele offene Fragen zurzeit am Osterdeich.

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