Nach dem Abgang von Yan Diomande fahndet RB Leipzig weiter nach einem Nachfolger. In den Gedanken der Verantwortlichen spielt auch Said El Mala eine Rolle.
Wäre wohl neuer Rekord-Einkauf
Vor anderthalb Wochen verließ Yan Diomande Leipzig gen Madrid. Einen Ersatz für den Rekord-Abgang – mindestens 125 Millionen zahlt Real – haben die Sachsen vier Tage vor dem Pflichtspiel-Auftakt im DFB-Pokal in Trier noch nicht gefunden. Nachdem sich eine Verpflichtung von Diego Moreira am Dienstag zerschlagen hatte, rückt nun Said El Mala in den Fokus. Nach kicker-Informationen, die Medienberichte von Sky und Bild bestätigen, prüft RB einen Transfer des 19-Jährigen intensiv.
Der Außenspieler wäre Leipzigs neuer Rekordeinkauf, weil die Ablöse jenseits der 50-Millionen-Euro-Marke liegen würde. Die bisherige Bestmarke hält Xavi, der 2025 für 50 Millionen Euro von PSG kam. Ein offizielles Angebot unterbreiteten die Leipziger dem 1. FC Köln bislang noch nicht, es ist aber eines zu erwarten.
Kessler hält die Trümpfe in der Hand
El Mala, von dem Dortmund aufgrund der Ablöseforderungen des FC am Freitag offiziell Abstand genommen hatte, steht einem Wechsel nach Leipzig demnach auch offen gegenüber. Die Trümpfe halten aber weiterhin die Kölner Verantwortlichen um Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler in der Hand. Denn El Mala besitzt noch einen Vertrag bis 2030 ohne Ausstiegsklausel. Sollte der gebürtige Krefelder nur ähnlich auftreten, wie in seiner Bundesliga-Premierensaison (18 Scorerpunkte), wird El Mala als möglicher deutscher A-Nationalspieler sicherlich nicht weniger attraktiv für die Konkurrenz.
Daher dürfte Köln wie schon bei den Verhandlungen mit dem BVB hartnäckig bei seiner Ablöseforderung bleiben. „Sollte irgendwann ein Zeitpunkt kommen, an dem sowohl die sportlichen als auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen absolut überzeugen, würden wir uns selbstverständlich damit auseinandersetzen“, betonte Kessler noch im Trainingslager im kicker-Interview. Diese Forderungen hatte bislang nur zu Beginn der Transferperiode Brentford erfüllt. Dem Premier-League-Vertreter hatte die Spielerseite jedoch abgesagt.

