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Wird Heidenheim in München unterschätzt? „Die Chance liegt bei null“

Der 1. FC Heidenheim stemmt sich weiterhin mit allen Kräften gegen den Abstieg, der auch an diesem Wochenende droht. An Unterstützung wird es im Spiel beim FC Bayern nicht mangeln.

Christian Conteh fehlt

An diesem Wochenende bereits kann alles vorbei sein für den 1. FC Heidenheim, wie schon in der vergangenen Woche. Sollte das eintreten, was jeder vermutet, eine Niederlage beim bereits feststehenden Deutschen Meister Bayern München, dann muss man auf die Partie zwischen dem FC St. Pauli und dem FSV Mainz schauen, die einen Tag später stattfindet. Gewinnt Pauli, ist der Abstieg der Heidenheimer endgültig besiegelt, doch davor treten die Heidenheimer bei den Bayern an

Heidenheims Trainer Frank Schmidt hat gar nicht erst versucht, etwas herbei zu konstruieren: „Mehr Außenseiter kann man nicht sein. Irgendwie aber auch krass, dass wir dazwischen um Punkte mitspielen“, sagt Schmidt mit einem leichten Grinsen und spielt natürlich auf das Champions-League-Halbfinale zwischen den Bayern und Paris an. Logischerweise liegt auf diesem der Fokus der Bayern, doch das dürfte nicht dazu führen, dass die Bayern die Partie gegen Heidenheim in irgendeiner Weise abschenken werden. „Die Bayern werden uns nicht unterschätzen, das weiß ich. Die Chance liegt bei null“, sagt Schmidt.

Weiterhin fehlen werden die beiden Langzeitverletzten Leart Paqarada und Sirlord Conteh. Ein großes Fragezeichen steht hinter Mathias Honsak. Christian Conteh fehlt wegen einer Beerdigung im Familienkreis.

Schmidt möchte den Glauben der Mannschaft wecken

„Wir werden versuchen, den Glauben zu haben, dass man an einem perfekten Tag etwas holen kann. Es ist die Grundvoraussetzung, Glauben und Mut zu haben, um überhaupt eine Chance zu haben“, sagt Schmidt. Seine Mannschaft müsse an das absolute Maximum kommen, und zwar in allen Bereichen, fordert er. „Und das wird immer noch nicht reichen, denn dann brauchen wir noch die Portion Glück in einigen Situationen“, so der FCH-Trainer.

Die Augsburger dienen den Heidenheimern als Vorbild. Ihnen ist es bislang als einzige Mannschaft gelungen, diese Über-Bayern zu schlagen (2:1). „Da kam dann alles zusammen“, sagt Schmidt. „Es ist ja klar, dass wir nicht pausenlos drauf losstürmen können. Wenn wir aber nur versuchen, unser Tor zu verteidigen, dann wird es nur eine Frage der Zeit sein, bis die Bayern ein Tor schießen werden“, blickt Schmidt voraus.

Die Statistiken der Bayern kennt Schmidt ebenfalls. 60 Tore haben die Münchner daheim erzielt, 15 Treffer kassiert. „Das bedeutet, dass die Bayern ihre Heimspiele im Schnitt mit 4:1 gewinnen“, so Schmidt. Das Schöne aber sei, dass man dennoch nicht vorhersagen könne, wie es am Ende ausgeht. „Deswegen hoffen wir, dass alle diese wichtigen Eigenschaften, die ich aufgezählt habe, an diesem einen Tag zusammenkommen“, so Schmidt.

Allein wegen der Fans muss die Leistung stimmen

Trotz dieses riesigen Unterschieds dieser beiden Mannschaften werde man nichts vorher abschenken, sagt Schmidt. „Das sind nicht wir, das bin nicht ich. Wir müssen aus dem Spiel herausgehen und sagen können, dass wir alles probiert haben“, sagt Schmidt, das sei man allein schon den rund 5000 eigenen Fans schuldig, die mit nach München reisen werden. „Was dann letztlich möglich ist, das wird man hinterher sehen.“

Eine Niederlage liege „mehr als im Bereich des Möglichen“, sagt Schmidt. „Dann müssen wir hoffen, damit wir in den letzten beiden Spielen noch eine rechnerische Chance haben. „Wir dürfen nicht vermessen sein und sagen, dass wir in München gewinnen müssen“, sagt Schmidt. Sollte es aber doch irgendwie die Chance geben, möchten sie die Heidenheimer nutzen, um die letzte Chance auf den Relegationsplatz weiterhin aufrechtzuerhalten. Das würde auch die mitgereisten 5000 FCH-Fans freuen.

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