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Nach drei Frakturen: Bricht jetzt Gendreys große Zeit in Hoffenheim an?

Gleich drei Frakturen innerhalb eines Jahres haben Hoffenheims Rechtsverteidiger Valentin Gendrey weit zurückgeworfen. Im dritten Vertragsjahr will der Franzose nun endlich durchstarten.

„Glücklich, wieder auf dem Platz zu stehen“

Ungläubig, fassungslos und betroffen. So erlebten seine Kollegen jenen bitteren Moment im Training am 10. März dieses Jahres, als sich Valentin Gendrey nach einem Rettungsversuch erneut vor Schmerzen krümmte und schließlich mit einem Versorgungswagen abtransportiert werden musste. Der Franzose war unglücklich im Rasen hängen geblieben und hatte sich dabei zum zweiten Mal den rechten Knöchel gebrochen – seine insgesamt dritte Fraktur innerhalb eines Jahres.

Losgegangen war die Pechsträhne des Rechtsverteidigers im April 2025, als er sich beim 2:3 in Freiburg unglücklich das Schlüsselbein gebrochen hatte. Gerade wieder genesen, war Gendrey in der Saisonvorbereitung vor einem Jahr derart heftig umgeknickt, dass er sich einen Riss der Syndesmose und einen Bruch des Außenknöchels zuzog.

Erst dieser Zwischenfall hatte zu der Nachverpflichtung des seinerzeit vertragslosen Vladimir Coufal geführt. Hinter dem Tschechen musste sich Gendrey schließlich wieder anstellen, als er im Dezember endlich sein Comeback geben konnte und im Februar beim 3:0 gegen Freiburg auch sein zweites Tor für die TSG erzielt hatte. Doch dann kam jener eingangs beschriebene 10. März.

In dieser Woche nun steigt auch Platzhirsch Coufal nach der WM mit Tschechien verspätet ins Training ein. Der Franzose geht also zumindest mit einem kleinen körperlichen Vorsprung ins Rennen um Einsatzzeiten auf der rechten Hoffenheimer Außenbahn, wo sich der eigentlich als Ersatzkandidat geholte Tscheche nach einer überzeugenden Saison festgespielt hatte.

„Ich bin einfach nur glücklich, überhaupt wieder auf dem Platz zu stehen.“ (Valentin Gendrey)

Nun ist Gendrey, der nach dem Abschied von Routinier Pavel Kaderabek eigentlich dort gesetzt war, der Herausforderer. Doch Stammplatzfantasien sind derzeit das Letzte, was den 26-Jährigen beschäftigt. „Ich bin einfach nur glücklich, überhaupt wieder auf dem Platz zu stehen“, versichert Frohnatur Gendrey, der sich seine positive Grundhaltung durch die Rückschläge nicht brechen lässt. Nur seine persönlichen Ziele formuliert der Franzose vorsichtig und zurückhaltend: „Ich hoffe, dass wir wieder viele Siege feiern können, aber vor allem, dass ich gesund bleibe und durchgehend spielen kann.“

Das ist dem Pechvogel zu gönnen, den die TSG im Sommer 2024 als Konkurrent von Kaderabek für 9,5 Millionen Euro vom italienischen Erstligisten US Lecce verpflichtet hatte. Zunächst war auch alles planmäßig gelaufen, der dynamische Athlet hatte bis zum 30. Spieltag der Saison 24/25 immerhin 22 Einsätze (1 Tor) verbucht, ehe der Schlüsselbeinbruch den ersten Dämpfer setzte. Nun hofft der Genesene, den Druck auf den immerhin bereits 33-jährigen Coufal hochzuhalten sowie in der nun anstehenden Europacupsaison auch regelmäßig zu Einsätzen zu kommen – und das im besten Fall natürlich verletzungsfrei.

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