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„Mohya kann man nicht verhindern – keiner“: Polanski reagiert auf Mitglieder-Kritik

Gegenwind erhielt Eugen Polanski, weil Wael Mohya in den vergangenen Partien nicht spielte. Gladbachs Trainer hat sich nun erklärt – und stellt dem Supertalent Einsätze in Aussicht.

Gladbachs Juwel zuletzt mit wenig Einsatzzeit

Als Rouven Schröder auf der Mitgliederversammlung am Montagabend über verschiedene Leitplanken sprach, wie die Borussia für die Zukunft aufgestellt werden soll, spielte das Thema Nachwuchsförderung eine wichtige Rolle. „Wir haben ganz tolle Spieler in unseren Reihen. Wir werden sie in der Vorbereitung am Tegernsee sehen“, sagte der Sportchef mit Blick auf das Potenzial in den Nachwuchsjahrgängen. „Es ist ein klarer Auftrag, diese Talente zu fördern.“

Es war eine Steilvorlage für die Mitglieder bei der anschließenden Aussprache. Einer der Reizpunkte nämlich: der Verzicht auf Supertalent Wael Mohya in den vergangenen Spielen. Auf die Nichtberücksichtigung des 17 Jahre alten Offensivspielers reagierten die Mitglieder mit großem Unverständnis. Kritisch wurde die Entscheidung von Trainer Eugen Polanski hinterfragt, auf Mohya zu verzichten, obwohl die Mannschaft definitiv keinen Fußball bietet, der auch nur ansatzweise die Bezeichnung „kreativ“ verdienen würde.

„Wael Mohya ist die Gegenwart und die Zukunft des Vereins.“ (Trainer Eugen Polanski)

Mohya, Borussias jüngster Bundesligaspieler aller Zeiten, hatte am 28. Spieltag in der Startelf gestanden und beim 2:2 gegen Heidenheim seinen zweiten Saisontreffer erzielt. Darauf folgte ein Kurzeinsatz bei der 0:1-Niederlage in Leipzig (Einwechslung in der 85. Spielminute). Dann blieb er gegen Mainz (1:1) und Wolfsburg (0:0) zweimal komplett draußen.

Polanski stellte sich der Mitglieder-Kritik. „Wael Mohya ist mit Sicherheit die Gegenwart und die Zukunft des Vereins. Diesen Jungen kann man nicht verhindern – keiner. Ich wünsche ihm das nötige Glück, von Verletzungen verschont zu bleiben. Mit 17 Jahren schon zwölf Bundesliga-Einsätze für diesen Verein zu haben, ist eine tolle Leistung. Ich weiß nicht, wie viele Spieler das mit 17 Jahren schon geschafft haben. Das sind Verdienste von Wael, das sind die Verdienste des Trainerteams, aber auch der Mannschaft, die diese jungen Spieler dann auch unterstützt“, erklärte der Coach in seiner Antwort.

Polanski machte deutlich, dass man der großen Zukunftshoffnung auch Zeit zum Entwickeln geben sollte. „Wir sollten bei ihm nicht zu viel Druck aufbauen, dass er jedes Spiel über 90 Minuten auf dem Platz stehen muss“, sagte der 40-Jährige – und stellte Mohya für die drei verbleibenden Meisterschaftsspiele die nächsten Einsätze in Aussicht: „Ja, wir haben Wael in den letzten Spielen zu wenig auf dem Platz gesehen. Das lag aber nicht an ihm, sondern mehr an den Ergebnissen, an den Leistungen seiner Mitspieler und an Verletzungen, die im Spiel passiert sind und unsere Wechselmöglichkeiten beeinflusst haben. Wir werden noch viel Spaß an ihm haben – und ihn auch wieder vermehrt auf dem Rasen sehen.“

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