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Lustrinelli trotz Unions Anlaufschwierigkeiten: „Unsere Spieler sind Helden“

In der Vorbereitung hakt es noch bei Union Berlin. Mit dem Spielstil des neuen Trainers Mauro Lustrinelli haben die Eisernen noch so ihre Schwierigkeiten. Erinnerungen an das Vorjahr rücken reflexartig ins Bewusstsein.

Einige Akteure angeschlagen

Erinnerungen dürften wach werden: In der Vorbereitung auf die Saison 2025/26 lief vieles gegen Union Berlin. So hatten sich einige Spieler verletzt, die Testspiele – unter anderem gegen die SpVgg Greuther Fürth (0:1) und Schweinfurt (0:1) – gingen verloren und zudem waren keine Entwicklungsschritte zu erkennen gewesen. „Da haben sich alle gefragt, ob wir das Zeug dazu haben, in der Bundesliga zu bestehen“, erinnerte sich Verteidiger Christopher Trimmel zurück. Momentan sieht die Situation erschreckend ähnlich aus.

Union mit Problemen beim Pressing

So unterlagen die Eisernen zuletzt Regionalligist Carl Zeiss Jena verdient mit 0:2, zuvor gab es nur ein 1:1 beim Chemnitzer FC. „Physisch war der Gegner überlegen, wir verlieren zu viele Bälle. Wir versuchen, höher zu pressen. Aber wenn die Zuordnung dabei nicht passt, schaut man schlecht aus und man wird am Ende oft bestraft“, bemängelte Trimmel, der dennoch gelassen bleibt: „Sorgen würde ich mir erst machen, wenn wir im Pokal in Braunschweig so auftreten.“

Fakt ist: Auf den neuen Trainer Mauro Lustrinelli wartet bis zum Pflichtspielauftakt am 23. August noch jede Menge Arbeit. Allerdings hat er auch noch jede Menge Zeit, um seinen Spielstil zu implementieren und zu festigen. Schließlich müssen sich die Akteure in vielerlei Hinsicht umstellen. So wurde in den bisherigen Testspielen ersichtlich, dass neben den Pressing-Problemen (zu viele Lücken im Zentrum) die Abstimmung im Defensivverhalten mit der neuen 4-2-2-2-Formation noch nicht zu 100 Prozent passt. Zudem stimmen in der Offensive die Laufwege noch nicht, wie bereits unter Vorgänger Steffen Baumgart mangelt es im letzten Drittel am nötigen Spielwitz und der erforderlichen Durchschlagskraft.

„Wir haben mehr Spiele als Trainingseinheiten absolviert.“ (Mauro Lustrinelli)

Fragwürdig ist außerdem der vollgepackte Vorbereitungsplan mit insgesamt elf Testspielen. „Die Planung ist für uns nicht optimal, aber wir können daran nichts ändern“, verriet Lustrinelli, der in bislang vier Testspielen jeweils zur Pause die ganze Mannschaft durchwechselte. Für seine Schützlinge hatte er trotz der zuletzt ernüchternden Resultate Lob übrig: „Unsere Spieler sind Helden, bei dem, was sie diese zwei Wochen geleistet haben. Wir haben mehr Spiele als Trainingseinheiten absolviert.“

Eine weitere Krux stellen die vielen angeschlagenen Akteure dar. So hatte sich Andrik Markgraf zuletzt schwer am Knie verletzt, wurde mittlerweile operiert und fällt länger aus, Stammtorhüter Frederik Rönnow (Adduktorenprobleme) fehlt schon seit Ende der vergangenen Saison. Hinzu kommt, dass zusätzlich Robert Skov, Tim Skarke sowie Stanley Nsoki beim Testspiel in Jena angeschlagen nicht dabei sein konnten. Was den Eisernen dennoch Hoffnung machen darf: Nach der dürftigen Vorbereitung in der Vorsaison folgte ein 5:0 im Pokal beim FC Gütersloh und ein 2:1-Erfolg in der Bundesliga gegen den VfB Stuttgart.

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