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Der neue Werder-Künstler Chuki: „Das werdet ihr dann sehen“

Lieblingsposition, Idole und Unterstützung von seinem Bruder: Wofür Werder-Neuzugang Chuki steht und wieso sich ein Vergleich mit Romano Schmid verbietet.

Schmid bekommt die 10

Dass da ein neuer Künstler zugegen ist an der Weser, das wurde bereits anhand der Eindrücke auf den Werder-Kanälen ersichtlich: Die offizielle Verkündung seiner Verpflichtung erfolgte zunächst mit Pinsel, Farbe und Leinwand.

Zuletzt spielte der Klub dann auch ein Video aus, das den Neuzugang jonglierend mit einem kleinen Basketball zeigte, den er dann auch im entsprechenden Korb unterbrachte – per Fuß, versteht sich, mit der linken Innenseite.

Ivan San José Cantalejo, nach eigener Aussage bereits seit Kindertagen nur Chuki genannt („das ist mein Markenzeichen und stand schon immer auf meinen Trikots“), steht für viel fußballerisches Vermögen – so, wie man das typischerweise von einem spanischen Offensivspieler erwartet. Oder?

Thioune: „Das kommt ihm nahe“

„Ja, das kommt ihm schon sehr nahe“, sagt Werder-Coach Daniel Thioune: „Das sehen wir dann auch bei der Weltmeisterschaft, dass viele Spieler bei den Spaniern nicht unbedingt die physiologischen Attribute haben, sondern eine hohe Ballqualität, eine hohe Passsicherheit – und dass viele Kombinationsaktionen dabei sind.“

Und diese Charakterisierung treffe dem 51-Jährigen zufolge dann auch auf Chuki zu. Andererseits, das betont Thioune auch, natürlich auf einem noch mal anderen Niveau als bei der A-Nationalmannschaft. Bislang hat Chuki zwei Länderspiele für die spanische U 18 in der Vita stehen, verpflichtet wurde er von den Bremern nun aus La Liga 2.

Insofern möchte der Werder-Trainer die Erwartungen an den 22-jährigen Neuzugang von Real Valladolid zunächst etwas bremsen. Gerade, wenn man Parallelen zu einem Spieler im Bremer Kader herstellt, der ihm vom Profil wohl am ähnlichsten ist: Romano Schmid.

Der Vergleich zu Schmid „verbietet sich“

Der Österreicher galt bislang als einer der besten Fußballer im Team, ist für die spielerischen Akzente und Überraschungsmomente in der Offensive zuständig. „Romano hat gerade eine Weltmeisterschaft gespielt und Chuki ist ein Top-Talent aus der 2. spanischen Liga – da verbietet sich aktuell erstmal ein Vergleich“, findet Thioune.

Zumal der Spanier Linksfuß sei, und Schmid Rechtsfuß. Was somit auch die Möglichkeit ergibt, dass beide „nicht gegeneinander laufen, sondern gemeinsam auf dem Platz stehen“ können, so Thioune.

Chuki bekommt nun jedenfalls die Trikotnummer 20 von Schmid, der nach dem Abgang von Leonardo Bittencourt zur 10 wechselt. Qua Standing hat der Österreicher da natürlich Vorrang, wenngleich auch der Spanier „die Zehn“ als seine Lieblingsposition angibt.

Chuki: „Das ist genau das Richtige“

Inwiefern sieht Chuki sich nun also als neuer Kreativling für die in der Vorsaison so uninspirierte Werder-Offensive? „Natürlich bin ich ein Fußball-Künstler“, entgegnet er mit einem Lachen – was genau man dabei jedoch von ihm zu erwarten hat, das lässt er bewusst offen: „Das werdet ihr dann sehen, wenn ich auf dem Feld unterwegs bin.“

Generell sei natürlich Lionel Messi ein Vorbild („Er hat ein Talent, das nicht in Worte zu fassen ist“), aber auch Cristiano Ronaldo („An ihm orientiere ich mich aufgrund seiner Mentalität“) – Chuki meint damit insbesondere seine Akklimatisierung beim „deutlich physischeren Spiel in Deutschland“.

Daran wird er sich anpassen müssen, „aber deshalb habe ich den Wechsel auch als sehr interessant wahrgenommen“, so der 22-Jährige: „Ich werfe mich gerne rein, arbeite jeden Tag an meiner Physis.“ Und dann ist da ja noch der Alltag, für den er familiären Beistand durch seinen Bruder bekommt: „Für mich ist es das erste Mal, dass ich nicht zu Hause bin, ich brauche eine gewisse Unterstützung“, erklärte Chuki: „Das ist genau das Richtige.“

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