Große Erleichterung herrschte am Samstag beim Hamburger SV nach dem ersten Saisonsieg in der Bundesliga durch ein 2:1 gegen den 1. FC Köln – zustande gekommen durch die ersten beiden Treffer der Hanseaten in der Liga.
Erleichterung beim HSV
„Es wäre gelogen, wenn wir nicht angespannt gewesen wären vor dem Spiel“, meinte Kathleen Krüger nach dem Spiel gegen die Rheinländer bei DAZN. „In der ersten Halbzeit hat man den kleinen Rucksack der ersten Spiele gespürt. Wir waren zu passiv, das haben wir dann nach der Pause viel besser gemacht“, befand die Sportvorständin des HSV.
„Ich glaube, wir haben auch zu psychologisch wichtigen Zeitpunkten die Tore gemacht“, so Krüger in Anspielung auf die Treffer in der 44. und 50. Minute durch Nicolas Capaldo und Joker Yussuf Poulsen, die auch im Stadion für spürbare Erleichterung in Form von mehr Lautstärke gesorgt hatten.
Krüger: „Bewertungszeitraum beginnt mit Amtsantritt“
Der Sieg brachte es mit sich, dass Krüger auch die Frage nach dem Zeitpunkt der jüngsten Vertragsverlängerung mit Merlin Polzin – direkt in der negativen Serie – wohl etwas entspannter beantworten konnte. Wobei sie den Zusammenhang zwischen beidem generell in Zweifel stellte: „Man kann die Frage so oder so stellen. Man verlängert den Vertrag ja nicht aufgrund von drei Spielen. Es gibt einen Bewertungszeitraum, der bei einem Trainer im Prinzip mit Amtsantritt beginnt“, erklärte die 41-Jährige.
Eben jener Bewertungszeitraum habe klar für eine Vertragsverlängerung gesprochen: „Merlin hat mit seinem Team einfach die Vereinsziele kontinuierlich erreicht und auch in der vergangenen Woche haben wir die Mannschaft mit Trainerteam sehr verbunden gesehen“, sagte Krüger.
„Wissen, dass noch Schritte zu gehen sind“
Das enge Zusammenstehen beinhalte dabei auch Selbstkritik. „Wir wissen, dass auch nach heute noch bestimmte Schritte zu gehen sind. Aber es ist einfach diese Überzeugung entstanden, und deswegen wollten wir nicht nur wegen drei Spieltagen – wie ein Fähnchen im Wind – davon abgehen.“
Vertrauen bedeute nicht, dass Ergebnisse zweitrangig werden, sondern basiere auf kritischer Auseinandersetzung, hatte Krüger bereits anlässlich der Verkündung erklärt. Im ersten Spiel nach der Fortsetzung stimmte dann auch das Ergebnis aus Sicht der Hanseaten wieder. „Wir sind froh, mit den drei Punkten in die lange Länderspielpause zu gehen“, lautete daher Krügers Fazit unter den HSV-Samstag.

