Die Eintracht gewinnt auch ihr viertes Vorbereitungsspiel. Bei brütender Hitze setzen sich die Hessen in Dreieich 2:0 gegen Premier-League-Aufsteiger Hull City durch. Für Aufsehen sorgt der erste Treffer durch Jonathan Burkardt.
Eintracht gewinnt 2:0 im Testspiel
Zahlreiche Familien hatten sich ungeachtet des Freibad-Wetters auf den Weg in den Sportpark Dreieich gemacht, um der Eintracht über zweimal 60 Minuten gegen Hull City die Daumen zu drücken. Mit 2522 Zuschauern war das kleine Stadion ausverkauft.
Trainer Adi Hütter setzte wie bereits in den vergangenen Tests auf eine 4-2-2-2-Grundordnung. In der ersten Stunde baute der Coach auf eine Mannschaft, die aktuell nah dran ist an der stärksten Elf. Lediglich der linke Innenverteidiger Julian Etse aus der zweiten Mannschaft wird so schnell nicht in der Bundesliga zu sehen sein. Zudem dürfte Ansgar Knauff im Sturm Younes Ebnoutalib Konkurrenz machen.
Elfmeter-Glück für die Eintracht
Die Eintracht begann ordentlich und hätte in der Anfangsphase unter anderem durch Jonathan Burkardt (17.), Can Uzun (21.) und Ritsu Doan (24.) in Führung gehen können. Hull stand zunächst tief, verlagerte das Spiel im Laufe der ersten Hälfte aber zunehmend weiter nach vorne. Pech für die Gäste aus der Premier League: Nachdem Etse Stürmer Oliver McBurnie im eigenen Sechzehner am Fuß traf, hätte es Strafstoß geben müssen. Zudem hatte die Eintracht Glück, dass Regan Slater die Riesenchance nach einem haarsträubenden Ballverlust von Debütant Raphael Onyedika nicht nutzte, weil er im Duell mit Onyedika ins Straucheln kam (52.).
Kurz darauf gingen die Hausherren durch einen kuriosen Treffer in Führung: Torhüter Kaua Santos legte sich den Ball an die Fünfmeterlinie und schoss ihn weit in die gegnerische Hälfte, wo Burkardt lauerte und nach einer starken Ballmitnahme vollstreckte. Hull-Keeper Konstantinos Tzolakis wirkte bei diesem Treffer orientierungslos.
Arrhov legt das 2:0 nach
Zur Pause wechselte Hütter komplett durch, brachte unter anderem Mario Götze, Arthur Theate, Fares Chaibi und Jean-Matteo Bahoya. Das Tor erzielte indes ein Jungspund: Der erst 18-jährige Love Arrhov, der rechts die Position von Doan übernommen hatte, vollendete eine Chaibi-Vorlage zum 2:0.
Allgemein verflachte die Partie nun zunehmend, da auch Hull im Verlauf der zweiten Hälfte etliche Wechsel vornahm und die Hitze immer unerträglicher wurde. Selbst im Schatten kletterte das Thermometer auf über 30 Grad, die weniger werdenden Schattenplätze auf der Haupttribüne waren heiß begehrt.
Hull City blieb alles in allem zu harmlos, um noch einmal ins Spiel zurückzufinden. Auch von der Eintracht kam nur noch wenig. Hütter bemängelte nach dem Schlusspfiff, dass seine Mannschaft nicht schnell genug nach vorne gespielt habe. Bis zum Bundesliga-Auftakt an der Alten Försterei gegen Union Berlin bleibt noch viel zu tun.

