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Istanbul als perfekter Schlusspunkt? Höfler verlässt die Freiburger Profis

Nicolas Höfler wird in der kommenden Saison nicht mehr für den SC Freiburg in der Bundesliga auflaufen. Dem Verein bleibt der 36-Jährige aber erhalten, seine neue Rolle ist aber noch unklar.

Dritter der SC-Rekordspielerliste

Nicolas Höfler wird die Profis des SC Freiburg am Saisonende verlassen, wie der 36-Jährige in einem Video-Interview auf der Homepage der Breisgauer bekanntgegeben hat. „Ich wäre den Weg auch noch weitergegangen“, betont Höfler, „letztlich kam aber die Entscheidung, dass es so nicht weitergehen wird.“ Dem Sport-Club wird er auch in Zukunft erhalten bleiben, seine neue Rolle werde in den kommenden Wochen kommuniziert.

„Es fängt ein neues Kapitel an im Sommer“, erklärt Höfler. „Das schöne ist, dass ich weiter etwas im Verein machen darf.“ In dieser Saison war die Spielzeit des jahrelangen Freiburger Taktgebers immer weiter zurückgegangen, beim 3:1 im Halbfinal-Rückspiel der Europa League gegen Sporting Braga war der Routinier als Ersatzmann für den verletzten Yuito Suzuki dann aber noch einmal von Beginn an zum Zug gekommen.

Mit einer Unterbrechung seit 2005 im Verein

In der Bundesliga reichte es jedoch auch nur beim 0:4 in Dortmund, als Trainer Julian Schuster rotierte, für die erste Elf. Bei seinen restlichen elf Einsätzen wurde er eingewechselt. Höflers leiser Abschied hatte sich schon in der Vorsaison, als sein früherer Mitspieler Schuster von Christian Streich übernommen hatte, angedeutet, als er nur noch auf 20 Einsätze in der Liga gekommen war.

Höfler war einst 2005 mit 15 Jahren vom SC Pfullendorf in die Freiburger Fußballschule gewechselt, kam im Senioren-Bereich zunächst aber ausschließlich in der Freiburger U 23 zum Zug. Nach einer zweijährigen Leihe zum damaligen Zweitligisten Erzgebirge Aue feierte er in der Saison 2013/14 dann auch sein Bundesligadebüt im SC-Trikot.

„Ich hätte als Jugendspieler nicht erwartet, auch nur ein Spiel bei den Profis zu machen.“ (Nicolas Höfler)

„Ich hätte als Jugendspieler nicht erwartet, auch nur ein Spiel bei den Profis zu machen“, zeigt sich Höfler dankbar für die „geile Zeit“. Mittlerweile stehen in seiner Vita 381 Profispiele für die Breisgauer. Nur Kapitän Christian Günter und Andreas Zeyer stehen in der Rangliste vor Höfler. In der Saison 2015/16 stieg der gebürtige Überlinger zum Stammspieler auf und half entscheidend dabei mit, als Meister der 2. Bundesliga die direkte Rückkehr ins Oberhaus zu feiern.

In den zehn Jahren seit dem Freiburger Wiederaufstieg entwickelte sich der Klub mit Höfler als Leistungsträger auf der Sechser-Position und Führungsspieler in der Kabine dann immer weiter. Das größte Spiel der Vereinsgeschichte am 20. Mai, wenn der Sport-Club in Istanbul im Finale der Europa League auf Aston Villa trifft (21 Uhr, LIVE! bei kicker), wird dann Höflers letztes sein. Mit dem ersten Titel als perfektem Schlusspunkt? „Es war ein Traum, den ich leben durfte.“

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