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Martinez wechselt die Perspektive: „So werden wir viele Spiele gewinnen“

Am Mittwoch richtete sich der Blick in Leverkusen vor allem auf das, was beim 2:0 gegen NK Celje nicht gut lief. Zwei Tage später konzentrierte sich Carles Martinez lieber auf die positiven Eindrücke.

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Zwei Tage nach dem 2:0 gegen NK Celje in der Europa League konnte Carles Martinez schon wieder positiver auf die Leistung seiner Mannschaft zurückblicken, nachdem er unmittelbar im Anschluss noch von fehlender Energie gesprochen hatte. „Meine Frustration nach dem letzten Spiel kam daher, dass wir nicht so weitergemacht haben, wie wir es wollten“, erklärte der Spanier am Freitag, fokussierte sich mit etwas Abstand jedoch lieber auf die positiven Seiten: „Die ersten 20, 25 Minuten, das war der Fußball, den wir spielen wollen. So wollen wir unsere Chancen kreieren.“

Die Werkself kam gegen die Slowenen schwungvoll in die Partie, erspielte sich früh zahlreiche Gelegenheiten und ließ lediglich die Effizienz vor dem Tor vermissen. „Eines der wichtigsten Dinge ist, dass wir versuchen zu attackieren, dass wir im Strafraum ankommen und uns Chancen kreieren“, blickte Martinez auf die bisherigen Leistungen. Das Manko: Aus der großen Anzahl an Möglichkeiten zieht Leverkusen – mit Ausnahme des 4:0 gegen Union Berlin – zu wenig Dominanz.

Negativität ade: Martinez sieht „viele gute Sachen“

Das Team von Martinez führt die Liga in Torschüssen an und schlägt die meisten Flanken aus dem Spiel. Einzig der Ertrag ist noch nicht der, der es sein könnte. Auch auf internationalem Parkett hätte sich die Werkself das Leben am Mittwoch gegen Celje deutlich leichter machen können, wenn sie ihre Chancen besser genutzt und das Spiel früher vorentschieden hätte.

In Augsburg (2:2) und Elversberg (2:3) kosteten die offensiven und auch defensiven Nachlässigkeiten wichtige Zähler. „Natürlich bin ich nicht glücklich über die vier Punkte. Ich denke, dass wir mehr verdient hätten“, blickte Martinez auf die Ausbeute aus den ersten drei Ligaspielen. Doch das trübt die Überzeugung des Spaniers kein Stück. „Wir wollen mehr Punkte mitnehmen. Aber wir sind in einem Prozess mit vielen neuen Spielern und neuen Dingen, die wir tun“, erklärte er und teilte das Gefühl, dass genau diese Dinge greifen. „Alles, woran wir arbeiten und worauf wir Schwerpunkte legen, nimmt das Team an und verbessert sich. Das gibt mir eine Menge Vertrauen.“

„Wenn wir gewinnen, werden die nächsten drei Wochen viel besser.“ (Carles Martinez)

Das wohl größte Entwicklungspotenzial liegt in der Konstanz. „Das ist der Bereich, in dem wir versuchen besser zu werden“, betonte Martinez, mahnte aber gleichzeitig, nicht alles in „schwarz oder weiß“ einzuordnen. „Wir analysieren und sehen viele gute Sachen. Wenn wir weiter in diese Richtung gehen, bin ich völlig sicher, dass wir viele Spiele gewinnen werden.“

Das Heimspiel gegen Leipzig wäre sicherlich ein guter Anlass, um genau dort anzusetzen. Die Sachsen stecken gewissermaßen in einer ähnlichen Situation wie Leverkusen, haben zwar zwei Punkte mehr gesammelt, schaffen es aber auch noch zu selten, ihre Top-Leistung über die volle Distanz abzurufen. „Wenn wir gewinnen, werden die nächsten drei Wochen viel besser und wir können sie mehr genießen“, blickte Martinez auf die lange Länderspielpause voraus.

Maza zurück auf dem Trainingsplatz

Für die Partie am Sonntag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) steht ihm aller Voraussicht nach auch wieder Ibrahim Maza zur Verfügung, der am Freitag schon mittrainierte. „Natürlich war er krank und ist noch nicht bei 100 Prozent“, erklärte Martinez. Doch wenn alles nach Plan läuft, wird der algerische Nationalspieler ein Kandidat für die erste Elf.

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