Zwei Tage vor dem Bundesliga-Eröffnungsspiel beim FC Bayern hat VfB-Trainer Sebastian Hoeneß die Neubesetzung des Kapitänsamtes verkündet. Angreifer Deniz Undav löst Atakan Karazor ab.
Nationalspieler löst Karazor ab
Zwei Jahre lang war Atakan Karazor Kapitän des VfB Stuttgart, jetzt übernimmt Deniz Undav die Aufgabe des Spielführers. Was der kicker bereits am Dienstag berichtet hatte, bestätigte Trainer Sebastian Hoeneß am Mittwoch auf der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Eröffnungsspiel am kommenden Freitag (20.30 Uhr, LIVE! bei kicker) beim FC Bayern München.
Dabei war dem 44-Jährigen wichtig, Karazor für dessen Einsatz in den vergangenen zwei Saisons zu danken. „Ich will nicht zu sehr auf die Beweggründe eingehen. Ich kann nur sagen, dass Ata (Karazor, Anm. d. Red.) ein absolut würdiger VfB-Kapitän in den letzten beiden Jahren war. Er wird immer in Erinnerung bleiben als derjenige, der 2025 den DFB-Pokal in die Luft gereckt hat.“
Undav: „Wenn ich es auch nur annähernd so gut mache wie Ata …“
Und warum kommt nun Undav die Ehre zu, künftig die Kapitänsbinde am Arm zu tragen? „Es ist ein Spieler, mit dem ich in den letzten Jahren immer sehr eng im Austausch war.“ Zudem stehe der 30-jährige Nationalstürmer „sehr häufig“ auf dem Platz. „Über sein Standing in der Mannschaft, in der Stadt und der Region braucht man nicht sprechen. Da gibt es keine zwei Meinungen, dass er für den Erfolg und den Aufschwung des VfB steht“, begründete Hoeneß seine Entscheidung.
Undav bezeichnet die Ernennung zum VfB-Kapitän als „große Ehre. Ich werde die Kapitänsbinde mit Stolz tragen. Und wenn ich es schaffe, es auch nur annähernd so gut zu machen wie Ata all die Jahre, dann habe ich wahrscheinlich vieles richtig gemacht“, wird der Angreifer, der in der letzten Saison 19 Bundesliga-Tore erzielt hat, auf der Website der Stuttgarter zitiert.
Während sich einer freut, leidet der andere ein weiteres Mal: Für Karazor ist es nämlich nicht der erste Rückschlag in diesem Sommer. Bereits in der 1. Runde des DFB-Pokals hatte Undav beim 4:0 in Rostock die Kapitänsbinde getragen, weil Karazor 90 Minuten auf der Bank gesessen hatte.

