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Höfler: „Hätte ich mir das Ende schreiben können, wäre es so gewesen“

Für Nicolas Höfler ist nach fast 400 Pflichtspielen für den SC Freiburg Schluss. Jedoch könnte am Mittwoch im Europa-League-Finale noch ein weiteres Spiel für die Vereinslegende hinzukommen. Mit einem Sieg würde er seine Karriere krönen.

Ginters erneute WM-Bewerbung

382-mal stand Nicolas Höfler für die Profis des SC Freiburg auf dem Platz – ihm gelangen 14 Tore. Und in seinen 13 Jahren bei den Breisgauern entwickelte sich der SC zu einem Dauergast in den europäischen Wettbewerben. So wird es auch in der kommenden Saison sein, denn durch Platz 7 in der Bundesliga ist die Qualifikation zur Conference League geschafft. Doch für Höfler und Co. ist die Saison damit noch nicht beendet. Am Mittwoch (21 Uhr) sind sie in Istanbul im Europa-League-Finale gegen Aston Villa gefordert. Dort soll der ganz große Wurf und der erste Titel (abgesehen von der Zweitligameisterschaft) für Höfler gelingen.

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„Hätte ich mir das Ende schreiben können, wäre es wahrscheinlich so gewesen. Das ist mega für uns als Klub, aber natürlich auch mega für mich. Wir tun alles dafür, dass wir als Klub, aber auch ich mein persönliches Ende maximal erfolgreich gestalten“, sagte der 36-Jährige nach dem 4:1 gegen RB Leipzig am Sky-Mikrofon. Gegen Aston Villa, das in der Premier League aktuell vor dem FC Liverpool auf Platz 4 steht, sei der SC Freiburg zwar der Außenseiter, aber chancenlos sieht Höfler die eigene Mannschaft nicht: „Es ist ein Spiel, ein Finale. Da ist immer alles drin. Wir sind total heiß. Wir wissen um die Qualität von Aston Villa, aber wir haben keine Angst und gehen da voller Zuversicht in das Spiel.“

Ginter hat „keine Ahnung“, wie er den Sommer verbringt

Ähnlich sieht es auch Teamkollege Matthias Ginter, der durch seinen Assist zum 1:0 und seinen Treffer zum 3:1 gegen Leipzig – wettbewerbsübergreifend seine Scorerpunkte 13 und 14 in dieser Spielzeit – ein weiteres Bewerbungsschreiben für den deutschen WM-Kader (Bekanntgabe: 21. Mai) abgegeben hat: „Wir versuchen, das zu schaffen, was uns nicht jeder zutraut. Wenn alles gut läuft für uns und Aston Villa nicht den perfekten Tag hat, dann ist es möglich.“ Das Finale wird zwar bereits das 52. Pflichtspiel für den Innenverteidiger in der laufenden Saison sein, die Frage, ob für die WM noch genug Kraft übrig sei, stelle sich für Ginter aber trotzdem nicht. Er habe selbst „keine Ahnung“, wie er den Sommer verbringen werde: „Aber schauen wir mal. Ist ja nur noch ein paar Tage hin.“

„Es ist ein neuer Weg – kein komplett anderer Weg.“ (Nicolas Höfler über seine Zukunft)

Für Höfler wird die Partie am Mittwoch dann in doppelter Hinsicht emotional, weil seine Zeit bei den Profis dann endgültig vorbei ist. Er wird dem Verein, zu dem er bereits mit 15 Jahren gewechselt ist, aber weiterhin erhalten bleiben. Was genau seine zukünftige Rolle sein wird, wollte Höfler noch nicht „raushauen“, weil die Veröffentlichung erst „in ein paar Tagen“ geplant ist. „Es ist ein neuer Weg – kein komplett anderer Weg. Ich freue mich darauf und es wird auf jeden Fall spannend.“ Es könnte für Höfler ähnlich wie vor rund sechs Jahren bei Johannes Flum in der U 23 der Breisgauer bis zum tatsächlichen Karriereende weitergehen.

Die Planung für die nächste Saison wird beim SC aber ohnehin erst nach dem 20. Mai vorangetrieben. Das erste Europapokal-Finale der Vereinsgeschichte könnte noch so einiges im beschaulichen Freiburg verändern: Durch einen Erfolg würde in der kommenden Spielzeit auch die erste Champions-League-Teilnahme der Vereinsgeschichte bevorstehen. Nicht nur für Höfler wird das ein besonderes Spiel: „Wir stehen in einem europäischen Finale, wo wir um den Pokal spielen – das ist das Größte. Ich hoffe, wir können es am Mittwoch veredeln.“

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