Giannis Konstantelias legte gegen den HSV einen starken Auftritt hin und erzielte auch das Tor zum 2:0. Dann aber verletzte sich der Grieche am Knie und musste ausgewechselt werden. Es droht ein längerer Ausfall.
Book hofft auf glimpfliche Diagnose
Schon beim Franz-Beckenbauer-Supercup gegen den FC Bayern wusste Giannis Konstantelias als Joker zu überzeugen. Beim 1:2 gegen den Meister kam der Grieche zur Pause rein und verdiente sich die kicker-Note 2,5. Der Auftritt hatte auch Niko Kovac imponiert, weswegen der BVB-Trainer im ersten Bundesliga-Spiel der neuen Saison den im Sommer von PAOK Thessaloniki geholten Neuzugang gegen den Hamburger SV direkt von Beginn an auf den Rasen schickte.
Und Konstantelias zahlte das Vertrauen zurück, spielte wie Nebenmann Konstantinos Karetsas eine starke erste Hälfte und belohnte sich selbst kurz vor der Pause mit dem Treffer zum 2:0, was zugleich den Endstand bedeutete. Im ersten Bundesliga-Spiel sein erster Treffer in Deutschlands Beletage.
Der zweite Durchgang begann dann allerdings extrem bitter für den Griechen: Beim Duell mit Bakery Jatta blieb Konstantelias unglücklich zwischen den Beinen des Hamburgers hängen und im Anschluss unglücklich im Rasen hängen. Dabei verletzte sich am kurz verdrehten linken Knie. Der 23-Jährige blieb sofort liegen und zeigte sofort notwendige Behandlung an. Es war schnell zu sehen, dass es wohl etwas Ernsteres war.
Nach einer längeren Behandlung samt Schubladentest des medizinischen Personals konnte Konstantelias immerhin selbst den Platz verlassen. Allerdings mit gesenktem Kopf und bedröppelter Miene bei aufmunternden Worten der Mitspieler samt Applaus von den Rängen.
Kreuzbandriss bei Konstantelias?
„Wir sollten heute ein bisschen vorsichtig sein, haben aber durchaus Sorgen vor einer schweren Verletzung“, sagte BVB-Sportdirektor Ole Book nach der Partie bei Sky. „Jetzt wird dann erst einmal die Diagnostik laufen, wir hoffen natürlich alle das Beste, befürchten aber etwas Schlimmeres.“ Auf die Nachfrage, ob es womöglich sogar ein Kreuzbandriss sein könnte, antwortete der Funktionär: „Die Sorge davor ist da.“
„Es hört sich nicht gut an, was der Arzt gesagt hat.“ (Niko Kovac)
Book fühlte dabei auch mit seinem Schützling mit, der die BVB-Fans in der ersten Hälfte verzückt hatte: „Mir hat es unheimlich leidgetan für den Jungen. Er hat vom ersten Tag hier eine tolle Präsenz gehabt, wir mögen ihn alle gerne. Wenn man dann so eine gute erste Halbzeit spielt und dann ausgewechselt werden muss und man etwas Schlimmeres befürchtet, ist das unfassbar ärgerlich.“
Auch Trainer Kovac, der sich nach der Auswechslung direkt bei seinem Schützling erkundigt hatte, gab später an: „Was mich sehr traurig macht, ist die Tatsache, dass sich Giannis verletzt hat und wir von etwas mehr reden müssen. Es hört sich nicht gut an, was der Arzt gesagt hat.“

