Beinahe wäre Eintracht Frankfurt perfekt in die neue Saison gestartet, doch dann gaben die Hessen in Berlin ein 3:1 aus der Hand. Das drückte auch bei einem Dreierpacker auf die Stimmung.
Frankfurter Stürmer sticht heraus
Younes Ebnoutalib gelang am Samstag etwas ganz Besonderes: ein Dreierpack am 1. Spieltag. Geschafft hatten das in den beiden Vorjahren Andrej Kramaric (2024) und Harry Kane (2025). Nun also der 22-Jährige von Eintracht Frankfurt.
Seine Ausbeute beim 3:3 gegen Union Berlin aber reichte am Ende nicht zum Dreier. „Natürlich freut es mich, dass ich direkt im ersten Spiel drei Tore gemacht habe. Schöner wäre aber gewesen, wenn wir gewonnen hätten“, sagte Ebnoutalib anschließend bei der Sportschau und vermisste das Spielglück. Warum die SGE in der Schlussphase eine 3:1-Führung noch aus der Hand gegeben hatte, konnte der Angreifer nicht erklären. „Wir haben gut gekämpft, das Glück hat ein bisschen gefehlt. Es ist schade.“
Seine persönliche Bilanz kann sich aber dennoch sehen lassen – und die drei Tore seien auch sehr gut für seinen mentalen Zustand. „Das ist gut für meinen Kopf“, sagte Ebnoutalib und betonte, dass das auch Auswirkungen haben dürfte, „wie ich die nächsten Spiele angehen werde. Das gibt Selbstbewusstsein.“ Dennoch müsse er nun „weiter Gas geben“ und dürfe sich keineswegs auf darauf ausruhen.
„Ich hoffe, sehr viel“
Die Eintracht sucht zwar nach einem weiteren Angreifer, da sie mit Jonathan Burkardt vermeintlich nur über einen Top-Angreifer verfügt. Trainer Adi Hütter aber hält auch viel von Ebnoutalib, auch wenn sich der in der Vorbereitung nicht gerade aufgedrängt hatte. „Er arbeitet unglaublich viel für die Mannschaft, und wenn du immer so viel arbeitest, wirst du belohnt“, sagte der Österreicher nach dem Spiel bei Sky und sprach von einem „Top-Start“ des Angreifers.
Durch den durfte sich Hütter bestätigt fühlen. Ebnoutalib funktionierte offensiv und fühlt sich sehr wohl mit der offensiven Spielidee des Österreichers. Gefragt, wie sehr er von Hütters Ansatz profitieren würde, antworte er: „Ich hoffe, sehr viel.“
Ebnoutalib war im Januar von der SV Elversberg in die Mainmetropole gekommen und nach starkem Beginn mit Treffer gegen Borussia Dortmund von einer Innenbandverletzung gebremst worden. In der Rückrunde der vergangenen Saison bestritt er lediglich fünf Bundesligaspiele. In dieser Saison sieht das ganz anders aus, denn er traf ja auch schon im DFB-Pokal beim 11:0-Schützenfest beim SC St. Tönis – seine Quote 2026/27 kann sich mit vier Toren aus zwei Pflichtspielen aktuell mehr als nur sehen lassen.

