Die Leihe von Michael Gregoritsch zum FC Augsburg endet in anderthalb Monaten. Bleiben wird der Österreicher aber wohl trotzdem.
FCA-Leihstürmer soll langfristig bleiben
Wieder hieß der Gegner zum Abschluss Union Berlin, und wieder verabschiedete sich der FC Augsburg gegen den Hauptstadtklub ernüchternd aus der Saison. Was für Trainer Jess Thorup in der Vorsaison das Endspiel bedeutete, könnte für Manuel Baum nun eine Etappe gewesen sein, beim Nachnachfolger des Dänen steht eine Entscheidung über die Saison hinaus noch aus.
Verhageln lassen wollen sie sich die Stimmung beim FCA trotz des heftigen 0:4 an der Alten Försterei nicht, dafür waren die vergangenen Wochen zu vielversprechend verlaufen. Und aufgrund des Freiburger Sieges gegen Leipzig wäre es ja ohnehin nichts geworden mit dem siebten Platz und dem Einzug in die Conference League. „Heute tut es weh“, erklärte Michael Gregoritsch in Berlin. „Aber im Laufe des Abends dürfen wir uns alle auf die Schulter klopfen und stolz sein, was wir jetzt in der Rückrunde gespielt haben.“
Sechster wurden die Augsburger in der Abrechnung der zweiten Jahreshälfte, woran Gregoritsch mit sechs Toren und drei Assists einen großen Anteil hatte. Einzig und ausgerechnet Phillip Tietz, der beim FCA Platz gemacht hatte für Gregoritsch und nach Mainz gewechselt war, kommt als Winter-Neuzugang auf eine genauso gute Bilanz, ansonsten schlug kein Januar-Einkauf besser ein – gemessen an den Scorerwerten.
„Eigentlich wird es nicht lange dauern.“ (Gregoritsch über die Verhandlungen mit Augsburg)
Zweimal traf er jeweils doppelt zu Heimsiegen gegen St. Pauli und zuletzt Gladbach, glänzte zudem als Vorarbeiter zu wichtigen Treffern gegen Frankfurt und in Bremen. Nach der Abschlussparty am Samstagabend verabschiedet sich der österreichische Angreifer am Montag für eine Woche in den Pre-WM-Urlaub, vorher aber steht noch ein Abschlussgespräch in Augsburg mit den Verantwortlichen an.
Offiziell ist Gregoritsch nur bis Ende Juni von Bröndby IF ausgeliehen, der FCA kann und wird den Routinier jedoch für eine sechsstellige Ablösesumme fest verpflichten. „Ich hätte gerne eine Entscheidung vor der Weltmeisterschaft“, sagt der Spieler selbst, gibt sich aber entspannt. „Ich habe mich super wohlgefühlt dieses halbe Jahr. Ich fand, der Verein hat eine wahnsinnige Entwicklung gemacht. Die Mannschaft ist eine tolle Truppe, tolle Charaktere, tolle Spieler. Der Verein weiß, was ich gerne hätte. Ich weiß, was der Verein gerne hätte. Eigentlich wird es nicht lange dauern. Wir werden das entscheiden, wenn es entschieden ist.“

