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Ein Hauch von Messi in Stuttgart – Undav ist „nicht hundertprozentig frei“

Auf ihnen liegen große Hoffnungen beim VfB Stuttgart. Während Bilal El Khannouss den Vorwärtsgang einlegt, kämpft Deniz Undav weiterhin mit Anlaufschwierigkeiten.

Zwei Stars kämpfen um ihre Form

Sein Dribbling hatte einen Hauch von Lionel Messi. Ein Solo an einem halben Dutzend Kölnern vorbei, quer durch deren Defensive bis vors Tor und per Rechtsschuss zur VfB-Führung beim Stuttgarter 4:1-Sieg. Bilal El Khannouss meldet sich eindrucksvoll zurück. Obwohl er – außer bei der WM – eigentlich nie weg war. Trotz diverser Verlockungen. Unter anderem von Galatasaray oder kurz vor Ende der Transferperiode von Saudi-Klub Al-Ittihad, das unter anderem eine Verdoppelung seines Netto-Einkommens versprochen hätte.

„Es geht nicht draum, den nächsten Schritt zu machen, sondern den richtigen Schritt zu machen.“ (Bilal El Khannouss)

Was als Gesamtpaket aus Geld und Sport jedoch nichts für den ehrgeizigen Marokkaner war. „Es gab Angebote, aber es waren nicht die richtigen“, verrät El Khannouss, für den das 4:1 der erste Startelfeinsatz in einem VfB-Pflichtspiel seit Mai war, seit dem 32. Spieltag beim 3:3 in Hoffenheim. Eine Situation, die im ersten Frust zwischenzeitlich für Abwanderungsgedanken gesorgt hatte, die allerdings keine Offerte zu mehr aktivieren konnte. „Es geht nicht darum, den nächsten Schritt zu machen“, erklärt El Khannouss. „Es geht darum, den richtigen Schritt zu machen.“

Vergleich mit Messi ist El Khannouss zu groß

Den sieht er beim VfB. Zumindest für die nahe Zukunft. „Wir haben einen Plan über zwei Jahre. Momentan ist Stuttgart der beste Klub, um als Spieler zu wachsen.“ Dazu gehören gute Leistungen wie gegen Köln. „Natürlich muss ich mir verdienen, zu spielen“, so der 22-Jährige, der seinen Führungstreffer nicht überhöht bewertet sehen will: „Das war ein Tor aus dem Instinkt heraus.“ Mit Messi habe das nichts zu tun gehabt. „Niemand kann sich mit Messi vergleichen.“

Während der VfB und El Khannouss einen drohenden Fehlstart in die Saison abgewendet hat, kommt Deniz Undav nicht richtig in die Gänge. Wie schon beim 1:5 in München gab sich der Nationalspieler Mühe, blieb allerdings glücklos. „Wie in der letzten Woche, hat er alles versucht, um die Mannschaft zum Sieg zu führen“, sagt Fabian Wohlgemuth. „Und das ist ihm ja auch gelungen.“

Dass Undav von der Form der vergangenen Saison noch weit entfernt ist und bis auf eine einzige Torchance diesmal gegen Köln (19. Minute, ein schwacher Abschluss aus elf Metern) in den beiden Partien bisher ungefährlich blieb, wird vom Sportvorstand mit Milde bewertet. „Es gibt Phasen im Leben eines Stürmers, die muss man bestehen und überstehen. Wir werden auch wieder sehr viel bessere Phasen erleben.“

Dessen Einschätzung teilt auch der Cheftrainer. „Deniz kann sicher besser spielen. Das hat er schon sehr, sehr oft gezeigt“, sagt Sebastian Hoeneß, der zudem von leichten Achillesbeschwerden berichtet, die Undav plagen. „Ich habe nicht das Gefühl, dass er hundertprozentig frei ist.“

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