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Eben nicht nur El Mala: Dallinga mischt Kölns Offensive auf

Beim 1. FC Köln konzentriert sich medial und vor dem Tor viel auf Said El Mala. Das ist eine immense Verantwortung, doch nun schießt sich auch Sommer-Zugang Thijs Dallinga ins Rampenlicht.

Traumeinstand für FC-Stürmer

Der Jüngste sprach ein Machtwort. „Das kostet“, sagte Said El Mala und machte mit Blick auf den Doppelpack von Kollege Thijs Dallinga deutlich: „Klar muss er etwas ausgeben, dafür sorge ich.“ Perfekter als der 26 Jahre alte Niederländer kann man ja auch nicht beim 1. FC Köln ankommen: Mit seinen Treffern beim 3:2 gegen Hoffenheim sorgte der Mittelstürmer für große Erleichterung zum Saisonstart – und schraubte die Erwartungen an ihn selbst gleich ein gutes Stück höher.

„Er hat vom ersten Tag an perfekt reingepasst“, fand El Mala und lobte: „Er hat Qualitäten, das merkt man in der Box und wenn er Bälle festmacht. Da ist er eiskalt, ich bin froh, dass er da ist. Er hilft uns sehr weiter.“ Worte, auf die Dallinga etwas geben darf. El Mala ist schließlich der Senkrechtstarter schlechthin, Kölns Top-Scorer der vergangenen Saison und die neue Nummer 10. Einer, auf den sich viel konzentriert.

Ein Start wie man ihn sich vorstellt

„Vergangenes Jahr war das noch etwas anders, aber jetzt wissen alle, was er kann“, beschrieb Trainer René Wagner die Situation des 20 Jahre alt gewordenen Dribblers: „Es ist nicht einfach, immer gegen ein, zwei, drei Gegenspieler ins Duell zu gehen.“ Eine schwierige Situation für El Mala, auf den sich längst halb Europa einstellt und der sich auf dem Feld oft einer Sonderbewachung ausgesetzt sieht. Zu stoppen ist er trotzdem nicht, wie der 1:1-Ausgleichstreffer gegen die TSG bewies. Aber die Offensivbemühungen des FC behindert das doch, vergangene Saison war El Mala schließlich an mehr als einem Drittel der Kölner Tore direkt beteiligt.

Am Samstagnachmittag nun aber stahl ihm Bologna-Leihgabe Dallinga die Show – und ließ sofort erahnen, weshalb sich der FC eine Kaufoption über zehn Millionen Euro sicherte. „Wenn er in der Box ist, ist er brandgefährlich“, brachte es Wagner auf den Punkt. Jeweils per Direktabnahme drehte er die Partie nach seiner Einwechslung zugunsten des FC und bekannte: „Das ist ein Start, wie man ihn sich als Stürmer vorstellt.“

So soll wieder werden wie in Toulouse

Die zwei Jahre in Italien zuvor waren schließlich eher nicht nach Plan verlaufen, in der Serie A war Dallinga öfter Joker als Stammkraft. Fünf Ligatore stehen für Bologna in der Statistik. In Köln nun sollen es wieder mehr Tore sein: „Mein persönliches Ziel ist es, wieder in den Spielrhythmus zu kommen und mehr Partien zu absolvieren und Tore zu schießen, so wie in meiner Zeit in Toulouse.“ Da waren es 26 Ligatreffer in zwei Jahren.

Diese Ausbeute peilt der einmalige niederländische Nationalspieler auch in Köln an und soll mit seiner Abschlussstärke Druck von den Schultern des jungen Kollegen nehmen. Aber erstmal muss Dallinga nun einen ausgeben. Dafür wird El Mala sorgen.

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