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Die Entscheidung naht: Muss Blaswich trotz Top-Leistung Flekken weichen?

Beim 0:2 in London ist Janis Blaswich der mit Abstand beste Leverkusener. Doch muss er nun beim 1. FC Heidenheim wieder aus dem Tor?

Bayers Keeper glänzt beim FC Arsenal

Aus London berichtet Leon Elspaß

Mal probierten sie es aus der Distanz, mal aus nächster Nähe, doch Janis Blaswich parierte und parierte. Der 34-jährige Torhüter reagierte beim FC Arsenal gleich mehrmals hervorragend gegen Leandro Trossard, Bukayo Saka oder auch Ben White – und konnte letztlich nur von Eberechi Ezes wuchtigem Traumtor und Declan Rice‘ Präzisionsschuss überwunden werden. Bei der völlig verdienten 0:2-Niederlage im Achtelfinalrückspiel in der Champions League stach er damit als einziger Bayer-Profi positiv heraus. Allein: Muss er am Samstag beim 1. FC Heidenheim in der Bundesliga trotzdem wieder auf die Bank?

Dass darüber dieser Tage überhaupt diskutiert wird, darf Blaswich schon als kleine Auszeichnung verstehen. Der Keeper, im Sommer als Nummer 2 gekommen, rückte Mitte Januar nach Mark Flekkens Bänderverletzung im rechten Knie ins Tor. Er blieb nicht fehlerfrei, zeigte immer mal wieder Schwächen mit dem Ball am Fuß. Auf der Linie aber performte er ziemlich verlässlich, ehe er am Dienstagabend in London seine bis dato auffälligste, beste Leistung zeigte. Kein schlechtes Bewerbungsschreiben für einen längerfristigen Aufenthalt im Tor – ganz im Gegenteil.

Blaswich überzeugt in London, bleibt aber zurückhaltend

„Es war sicher ein Spiel, in dem ich mehr zu tun hatte und mich auszeichnen konnte“, sagte Blaswich hinterher und mit in Summe zehn – mal mehr, mal weniger anspruchsvollen – Paraden in der Statistik. Anschließend mochte er gar nicht mehr viel über sich selbst reden – und äußerte sich erst dann noch mal kurz zu seiner persönlichen Lage, als er konkret darauf angesprochen wurde. Wie denn die Rollenverteilung sei, jetzt, da Mark Flekken, die im Sommer hinzugeholte etatmäßige Nummer 1, wieder fit ist? „Da bin ich der falsche Ansprechpartner. Ich gebe einfach mein Bestes. Der Trainer muss entscheiden, was passiert.“

Dieser Trainer – namentlich Kasper Hjulmand – will das laut eigener Aussage „in den nächsten Tagen“ tun. Ob Blaswich nun wieder für Flekken weichen muss? „Wir haben mit Mark einen Top-Torwart, der wieder bereit ist“, sagte Hjulmand am Dienstagabend. Es werde dementsprechend „eine schwierige Entscheidung“. Blaswich habe es „gut gemacht, sehr stabil“. Mit ihm und Flekken habe Bayer „zwei gute Möglichkeiten, aber das ist gut für die Mannschaft“. Bleibt nur noch die Frage, wer den Zuschlag erhält. Wer also hat schlussendlich die Nase vorn und steht demnächst im Leverkusener Tor?

Für Flekken geht es auch um die WM

Flekken gilt als kompletter und ist stärker im Aufbauspiel einzustufen, erwies sich seit seinem Wechsel aber noch nicht als erhofftes Upgrade für Ex-Kapitän Lukas Hradecky. Dafür streute er zu viele Fehler ein – auch mit dem Ball am Fuß. Und so bleibt abzuwarten, auf wen Hjulmand setzt, wobei es durchaus überraschend käme, wenn der niederländische Nationaltorhüter bis zum Saisonende auf der Bank bliebe. Dafür ist er nicht gekommen. Seine wohl einzige WM-Chance wäre in dem Fall wohl dahin, was sicher ein emotionaler Tiefschlag für ihn wäre. Zudem ließ Hjulmand seine grundsätzlich große Wertschätzung für Flekken immer wieder durchklingen.

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