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Bekenntnis und Bedeutung: Was heißen Friedls Aussagen für Coulibaly?

Marco Friedl geht von einem Verbleib bei Werder aus und konkurriert als Kapitän damit weiterhin mit Linksfuß Karim Coulibaly – der aber eigentlich ebenfalls spielen muss. Falls er denn bleibt.

Werder agiert mit Dreierkette

Die Tendenz hatte in seiner Abwesenheit bereits Coach Daniel Thioune transportiert: Dass man beim SV Werder Bremen auf die Rückkehr des Kapitäns warten – und dass sich daran wohl auch nichts ändern würde („Er hat seinen Job die letzten Jahre sehr gut gemacht. Was würde dagegensprechen?“).

Nach seinem verlängerten WM-Urlaub trug Marco Friedl beim 4:2-Testspielsieg in Cottbus nun also natürlich wieder die Binde, und das dürfte auch für die neue Bundesliga-Saison gelten. Die einzigen Zweifel daran waren ja lediglich mit einem möglichen Abgang des Österreichers einhergegangen: Was während so eines Turniers passiert, das kann man im Vorfeld nicht immer abschätzen.

Doch nach der WM und der ersten Woche zurück in Bremen hat sich zumindest Friedl selbst in Cottbus eindeutig positioniert. Komplett auszuschließen könne „man nie“ etwas, aber mit einem Abschied habe er sich in diesem Sommer bislang zu keinem Zeitpunkt beschäftigt, betonte der 28-Jährige: „Ich sage nicht, ich würde gerne den Verein verlassen – das zeigt ja auch, wie lange ich schon hier bin.“

Friedl geht von Werder-Verbleib aus

Vor achteinhalb Jahren wechselte der Innenverteidiger vom FC Bayern an die Weser – wo er noch bis 2028 unter Vertrag steht. „Ich suche nicht aktiv mit meinem Berater nach einem neuen Verein“, so Friedl weiter: „Dementsprechend gehe ich sehr stark davon aus, dass ich hierbleiben werde.“

Auch die Kapitänsfrage stelle sich für den Österreicher damit „eigentlich gar nicht“, obwohl er sich dafür „jedes Jahr rechtfertigen“ müsse. Dass Thioune durch den nach dem Klassenerhalt anvisierten Neustart in Bremen die Binde anders vergibt, deutet sich trotz eines noch zu führenden Gesprächs zwischen den beiden jedenfalls nach wie vor nicht an: „Er geht sehr vorbildhaft mit der Rolle um und übernimmt das Kommando. Er war bis jetzt ein guter Kapitän und wäre es auch weiterhin.“

Eignet sich die Dreierkette am besten?

Friedls Bekenntnis hat indes auch eine Bedeutung für die restliche Werder-Defensive, die im Cottbus-Testspiel erstmals mit einer Dreierkette agierte – und die sich beim hochwertigen Aufgebot in der Innenverteidigung aktuell am besten eignen würde?

Neben Friedl könnten dann rechts Neuzugang Oskar Wojcik oder Amos Pieper der Niklas Stark auflaufen – und links vor allem auch Karim Coulibaly. Denn in einer Viererkette wäre wohl nur Platz für einen der beiden Linksfüße – ein (Luxus-)Problem, das sich bereits in der Vorsaison aufgetan hatte. Zwischenzeitlich musste Friedl da als Linksverteidiger ausweichen … Das erscheint mittlerweile jedoch ausgeschlossen.

Bis zum 1. September könnte sich das Thema zumindest insofern erledigt haben, falls sich noch ein Abnehmer für Coulibaly findet, bei dem alle Seiten für einen Transfer offen wären. Bleibt der deutsche U-21-Nationalspieler wiederum, wird man es sich in Bremen eigentlich nur schwer leisten können, den 19-Jährigen auf die Bank zu setzen – und einen künftigen Verkauf weiter zu riskieren.

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