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PAOK-Fans protestieren gegen Konstantelias‘ BVB-Wechsel – Rechtfertigung am Flughafen

Der Transfer von Giannis Konstantelias zu Borussia Dortmund steht kurz bevor. Die Fans von PAOK Saloniki versuchten noch, ihn zu verhindern – wie vor einem Jahr beim VfB Stuttgart.

Geschäftsstelle besetzt

Seine Ankunft am Dortmunder Flughafen verlief nicht ganz gewöhnlich. Giannis Konstantelias hatte am Sonntagvormittag gerade die Zollkontrolle passiert, da streckte ihm ein Mann ein Handy entgegen. Darauf ploppte ein Videocall mit aufgebrachten Fans von PAOK Saloniki auf. Über eine Minute lang, so zeigt es ein Video der Ruhr Nachrichten, musste sich der 23 Jahre alte Grieche rechtfertigen, versicherte unter anderem, dass er den Verein nach wie vor liebe. Erst danach ging es für ihn weiter. Am Abend flog Konstantelias wieder zurück nach Griechenland – allerdings aus privaten Gründen. Vor einigen Tagen ist er zum zweiten Mal Vater geworden.

In Griechenland schlägt der unmittelbar bevorstehende Wechsel der PAOK-Identifikationsfigur große Wellen, ist momentan das Thema im griechischen Fußball. Anhänger des Klubs aus Thessaloniki starteten am Sonntagnachmittag eine symbolische Besetzung der Geschäftsstelle, die sich bis in den Abend hinein zog. Sie verlangten ein persönliches Gespräch mit Klubpräsident Ivan Savvidis, der momentan in seiner Sommerresidenz auf der Halbinsel Chalkidiki unweit von Thessaloniki weilt. Am Montag soll die Besetzung fortgesetzt werden, auch wenn es vergeblich sein wird.

In den Sozialen Medien forderte unter anderem die Ultra-Gruppe „Gate 4“ den Verbleib des Spielers. „Ihr Verbrecher und Verräter: Hände weg von Konstantelias“, schrieb die Gruppierung. Der Offensivmann, der aus der Jugend des Vereins stammt, sei „der größte Fußballer, der seit Giorgis Koudas das Trikot unseres Vereins getragen hat“. Koudas spielte zwischen 1963 und 1984 ununterbrochen für PAOK und führte den Verein 1976 zur ersten Meisterschaft der Klubgeschichte.

Der gesamte Verein befindet sich in Aufruhr – auch weil ein Verlust von Konstantelias sportlich kaum aufzufangen wäre. Auch deshalb wollen die Fans den Abgang ihres Lieblings mit aller Macht verhindern – wie bereits vor einem Jahr, als der Transfer zum VfB Stuttgart eigentlich schon abgeschlossen war. Damals hatten die PAOK-Anhänger den Druck derart erhöht, dass Präsident Savvidis den Transfer auf der Zielgeraden noch platzen ließ. Konstantelias hatte damals sogar seinen Vertrag noch bis 2029 verlängert.

Ein Abgang des Eigengewächses war und ist ein Politikum. Diesmal aber werden die Fan-Proteste wohl keinen Einfluss mehr auf den Wechsel haben – was schon seine Ankunft in Dortmund beweist. Dazu war es vor einem Jahr in Stuttgart gar nicht gekommen. PAOK darf sich aber mit einer Sockelablöse zwischen 25 und 27 Millionen Euro sowie Boni, mit denen die 30 Millionen Euro überschritten werden könnten, trösten.

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