Zum Inhalt springen Zur Seitenleiste springen Zur Fußzeile springen

Nach Tod von Hermann: Geschockter Kovac sagt Interview ab

Der Sprung an die Tabellenspitze rückte für Niko Kovac nach dem Sieg in Stuttgart schnell in den Hintergrund. Der BVB-Trainer kämpfte mit der Nachricht von Peter Hermanns Tod.

„Ich bin tieftraurig“

Nach dem Tod seines langjährigen Wegbegleiters und ehemaligen Co-Trainers Peter Hermann hat Borussia Dortmunds Trainer Niko Kovac auf ein geplantes Interview im ZDF-Sportstudio am Samstagabend verzichtet. „An dieser Stelle hatten wir eigentlich vor, mit BVB-Trainer Niko Kovac zu sprechen. Der hat uns aber kurzfristig abgesagt, weil er kurz davor vom Tod seines langjährigen Weggefährten und Co-Trainers Peter Hermann erfahren hat“, teilte Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein in der Sendung mit.

Das ZDF zeigte anschließend einen Ausschnitt aus der Pressekonferenz kurz nach Dortmunds 1:0-Auswärtssieg beim VfB Stuttgart, in der Kovac sichtlich mit den Tränen kämpfte. „Von mir und auch von meinem Bruder der Familie von Peter unser aufrichtiges Beileid. Ein toller Mensch ist von uns gegangen. Nicht nur als Co-Trainer in München, sondern auch als Co-Trainer, als ich noch Spieler in Leverkusen war. Wirklich ein Schock“, sagte Kovac.

Erst kurz zuvor hatte Kovac im Sky-Interview direkt nach Abpfiff der Partie in Stuttgart vom Tod Hermanns erfahren und bereits dort mit den Tränen gekämpft. „Sehr schwierig. Mir bleibt die Luft weg“, sagte der 54-Jährige sichtlich mitgenommen. „Ich habe auch noch versucht, ich weiß gar nicht, vor ein, zwei Monaten, ihn zu sprechen. Das war gar nicht mehr möglich. Seine Tochter ist ans Telefon gegangen. Die Krankheit war so schwer, dass sie unheilbar war. Deswegen bin ich tieftraurig. Ein toller Mensch hat uns verlassen. Gott habe ihn in seiner Seele gnädig.“

Hermann litt seit längerer Zeit an der unheilbaren Nervenkrankheit ALS und starb nun mit 74 Jahren. Der einstige Profi (u. a. Hamburger SV, Alemannia Aachen, Bayer Leverkusen) hatte 1987 seine Trainerkarriere begonnen. 2013 gewann er beim FC Bayern als Assistent von Jupp Heynckes das Triple, 2018 kehrte er noch einmal für ein Jahr zurück – weil ihn der damalige FCB-Coach Kovac als Co-Trainer verpflichten wollte. Seine letzte Station war 2022 der BVB unter Edin Terzic. Danach beendete er aus gesundheitlichen Gründen seine Laufbahn.

Hinterlasse einen Kommentar

0.0/5