Der DFB hat den Einspruch der SV Elversberg nach der Sperre von Trainer Vincent Wagner abgelehnt. So wird der 40-Jährige das Heimspiel am kommenden Sonntag gegen den FC Bayern von der Tribüne aus verfolgen müssen.
Im Heimspiel gegen Bayern auf der Tribüne
Nach der umstrittenen Gelb-Roten-Karte gegen Trainer Vincent Wagner in der Halbzeitpause der Partie bei Borussia Mönchengladbach (4:3) hat die SV Elversberg am Montag Einspruch eingelegt. Dieser wurde nun vom DFB abgelehnt, wie der Verband am Montagabend mitteilte.
Demnach wird der 40-jährige Übungsleiter das Heimspiel am Sonntag gegen den FC Bayern (17.30 Uhr, LIVE! bei kicker) nur von der Tribüne aus verfolgen können. Beim Auswärtsspiel beim FC Schalke 04 (20. September, 17.30 Uhr) darf Wagner dann wieder an der Seitenlinie stehen.
DFB-Sportgericht an „Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters“ gebunden
„In seinem Urteil führt das DFB-Sportgericht aus, dass Trainer Wagner den Angaben des Unparteiischen aus größerer Entfernung auf diesen zugelaufen sei, obwohl der Vierte Offizielle den Trainer zuvor aufgefordert habe, dies zu unterlassen“, erklärte der DFB in einer Mitteilung. „Wagner habe beim Schiedsrichter reklamieren und ihn zur Rede stellen wollen. Diese Darstellung, so das Sportgericht, werde durch die vorliegenden Fernsehbilder bestätigt. Damit handele es sich bei dem Feldverweis um eine Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters, an die auch die Sportgerichte grundsätzlich gebunden seien.“
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Gegen die Entscheidung könne binnen 24 Stunden Einspruch eingelegt werden, teilte der Verband mit.
Auslöser für den Platzverweis war der zwischenzeitliche Gladbacher 2:1-Führungstreffer durch Hugo Bolin. Im Vorfeld hatte Tim Kleindienst nach einem Zweikampf mit Felix Keidel, wobei der Ball im Seitenaus landete, einen Einwurf schnell ausgeführt und damit den Gladbacher Konter eingeleitet. Da aber Kleindienst selbst – und eben nicht Keidel – die Kugel ins Aus spitzelte, hätte es Einwurf für die Saarländer geben müssen.
Schiedsrichter Petersen aber gab das Tor, das auch deshalb Bestand hatte, weil der VAR nicht berechtigt ist, bei Einwürfen eine Feld-Entscheidung zu revidieren. In der Halbzeitpause wollte der bereits mit Gelb vorbelastete Wagner Petersen auf die Szene ansprechen, sah allerdings die Ampelkarte. Eine umstrittene Entscheidung, weil der Elversberg-Coach den Unparteiischen weder physisch noch verbal angegangen hatte. Im Anschluss an die Partie räumte Petersen Fehler bei der Entstehung des Platzverweises ein.
Wagner, der in der zweiten Halbzeit auf der Tribüne den 4:3-Auswärtssieg seiner Mannen bejubeln durfte, hatte für die Gelb-Rote-Karte nach dem Spiel wenig Verständnis. „Gemeckert habe ich nicht. Das möchte ich mal festhalten. Ich bin auch nicht gerannt, habe auch nicht gewunken“, beschrieb er die Szene.

