Mitten in der sportlichen Krise muss Borussia Mönchengladbach den nächsten Rückschlag hinnehmen: Neuzugang Nicolas Kühn hat sich verletzt und fällt wochenlang aus.
Muskelbündelriss beim Neuzugang
Kaum da, schon muss er pausieren: Nicolas Kühn hat sich offenbar einen Muskelbündelriss zugezogen und muss mehrere Wochen pausieren, die Bild berichtete zuerst davon. Der Verein hat die Verletzung bislang nicht bestätigt.
Der Offensiv-Allrounder war am Deadline Day per Leihe aus Como gekommen, eine Kaufoption besitzen die Gladbacher nicht. Vom 26-Jährigen versprechen sie sich bei den Fohlen durchaus einiges. Kühn soll die Offensive beleben, hat ein hohes Tempo, ist stark im Dribbling und kann auch Eins-gegen-eins-Situationen sehr gut auflösen. Auf all das muss die Mannschaft von Trainer Eugen Polanski nun erst einmal verzichten.
Damit bleibt das Verletzungspech den Mönchengladbachern treu. Die Fohlen müssen aktuell bereits auf Jens Castrop (Schulter-Operation), Daiki Hashioka (Nackenverletzung), Yukhym Konoplia (Innenbandanriss im Knie) und Enzo Leopold (Kreuzbandriss) verzichten, zudem weist Zento Uno nach seiner muskulären Verletzung weiterhin Trainingsrückstand auf. Last-Minute-Neuzugang Kühn, der am Samstag ab der 69. Minute gegen Elversberg sein Debüt feierte, gesellt sich nun also ins Lazarett der Fohlen.
Druck in Gladbach wächst
Die Ausfälle tun den Gladbachern in dieser sportlich schweren Situation natürlich extrem weh. Der Saisonstart der Fohlen lief alles andere als nach Plan, auf das 0:3 zum Saisonstart in Leipzig folgte am Samstag das 3:4 zu Hause gegen Aufsteiger Elversberg. Die Polanski-Elf lag gegen die SVE bereits mit 3:1 in Führung – und fing sich dann noch drei Gegentreffer.
In Mönchengladbach stellen sich früh in der Saison grundsätzliche Fragen, der Druck auf Trainer Polanski steigt. Bereits in der vergangenen Spielzeit waren die Gladbacher, auch aufgrund großen Verletzungspechs, unter den Erwartungen zurückgeblieben. Die Fohlen mussten den Blick immer wieder nach unten richten, liefen am Ende als Tabellenzwölfter ein. Eine solche Saison will man am Niederrhein natürlich verhindern, die Alarmglocken schrillen aber jetzt bereits nach zwei Spielen.

