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Bleibt Sano etwa doch? Bungert ist „optimistisch“

Kaishu Sano hat auch die Generalprobe im Trikot von Mainz 05 absolviert. Inzwischen wächst die Zuversicht auf das schier Unmögliche.

Transfer des Japaners zeichnet sich weiterhin nicht ab

Für einen Spieler gab es im Rahmen der erfolgreichen Mainzer Generalprobe gegen den AFC Bournemouth (2:1) schon beim Verlesen der Mannschaftsaufstellung Sonderapplaus. Und auch beim ersten Ballkontakt wurde der Profi mit der Nummer 6 frenetisch gefeiert: Dass Kaishu Sano (25) zwei Wochen vorm Ligastart gegen Paderborn tatsächlich weiterhin im 05-Trikot auflief, war für die Fans ein hörbarer Grund zur Freude.

Schließlich schien ein Verkauf des Super-Sechsers, den nicht nur der Mainzer Sportdirektor Niko Bungert als „Weltklassespieler“ adelt, unvermeidlich nach zwei herausragenden Spielzeiten und den jüngsten Auftritten mit Japan bei der WM.

Mit einem Mix aus Lauf- und Zweikampfstärke, taktischer Disziplin und Vorwärtsdrang präsentiert sich Sano konstant zu Höherem berufen. Egal ob Scouting-Abteilungen von Champions-League-Klubs auf Live-Eindrücke oder auf Daten setzen oder, wie üblich, auf einen Mix von beidem – an Sano dürfte kein Weg vorbeiführen.

Allerdings: Auch Mitte August gibt es offenbar keine konkreten Transfergespräche. Auf diese waren die Mainzer Verantwortlichen lange Zeit zwangsläufig eingestellt. Inzwischen indes wächst die Hoffnung, den absoluten Topspieler, der noch bis 2028 am Bruchweg unter Vertrag steht, doch in den eigenen Reihen halten zu können. Und Sano selbst? Der sagte am Sonntag bei der offiziellen Mainzer Saisoneröffnung auf die Fan-Frage nach seinem Verbleib: „Ich weiß es nicht. Aber ich bin sehr glücklich hier, wenn ich spiele.“

Der angepeilte Rekordtransfer ist keine finanzielle Notwendigkeit

„Wir haben eine sehr gute Mannschaft beisammen“, formuliert derweil Bungert, „und wir sind optimistisch, dass das auch in den nächsten Wochen so bleiben wird. Auch wenn immer noch etwas passieren kann.“ Coach Urs Fischer beantwortet die Frage, ob er weiterhin mit Sano plane, so: „Logisch. Habe ich jemals etwas anderes gesagt? Er ist ja nach wie vor da, alles andere habe ich nicht im Kopf.“

Klar ist: Im Zusammenhang mit einem möglichen Verkauf des 2024 für gerade mal 2,5 Mio. Euro von den Kashima Antlers aus der J-League verpflichteten Mittelfeldmanns würden die Rheinhessen mit einer Rekordeinnahme im Bereich von 50 Millionen Euro kalkulieren. Für den Entwicklungsklub Mainz 05 wäre das ein historischer Coup, der weitere nachhaltige Perspektiven eröffnen würde.

Andererseits bestehen angesichts des seit Jahren anhaltend stabilen wirtschaftlichen Wachstums keinerlei finanzielle Zwänge. Einen Spieler wie Sano halten zu können, wäre ebenso wie ein Rekordtransfer der nächste Entwicklungsschritt für die 05er. Um die Rückkehr in einen europäischen Wettbewerb mitzuspielen, schiene mit dem aktuellen Aufgebot realistisch.

Noch liegen vor Fans und Verantwortlichen zwei Wochen der Ungewissheit. Doch der zunächst scheinbar utopische Sano-Verbleib gilt inzwischen sogar als die wahrscheinlichere Option.

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