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Muslic nach 0:3 nicht unzufrieden: „Es war wichtig, auch mal an unsere Grenzen zu stoßen“

Schalke 04 kassiert gegen die Weltauswahl von Real Madrid eine deutliche 0:3-Niederlage. Der Trainer hebt den Lerneffekt für seine Mannschaft hervor.

Klare Schalker Niederlage gegen Real Madrid

Am Sonntag wehte nach vielen Jahren mal wieder Champions-League-Flair durch die Veltins-Arena. Das Gastspiel von Real Madrid erinnerte an die Zeiten, als die Schalker noch mit einer gewissen Regelmäßigkeit in der Königsklasse vertreten waren und Weltklasse-Stürmer wie Raul oder Klaas Jan Huntelaar den Weg aus der spanischen Hauptstadt nach Gelsenkirchen fanden.

Sportlich waren die Königlichen – wie unerwartet – zwei Nummern zu groß für den Bundesligaaufsteiger. Mit einer besseren Chancenverwertung hätte die Mannschaft von Trainer José Mourinho einen deutlich höheren Sieg als das 3:0 herausschießen können.

Eine Erfahrung, die „zu einer Entwicklung und zum Wachsen dazugehört“

„Das ist das höchste Level im Klubfußball. Das haben wir in vielen Situationen erfahren müssen – aber das brauchen wir auch. Wir mussten die Bereitschaft haben, richtig zu leiden, weil die individuelle Qualität bei Real unglaublich hoch ist. Und es war wichtig, dass wir heute auch mal an unsere Grenzen gestoßen sind und in verschiedenen Situationen überfordert waren. Das gehört zu einer Entwicklung und zum Wachsen dazu“, erklärte Miron Muslic nach der Begegnung. In keinster Weise unzufrieden wirkte der Schalker Coach nach der Partie. „Wir können unsere Situation sehr gut einschätzen“, meinte Muslic.

Zufrieden war der Trainer mit einigen Defensivaktionen, weil die Schalker mit Biss dranblieben (zum Beispiel Timo Becker) und so in letzter Sekunde ein scheinbar sicheres Gegentor verhinderten. Kämpferisch stimmte die Einstellung sowieso. Auch einige hohe Ballgewinne durch ein energisches Attackieren konnte Muslic auf der Plusseite verbuchen. Diese Ballgewinne allerdings hätten im Umschalten besser ausgespielt werden müssen. Insgesamt muss Schalke – siehe auch die 0:3-Niederlage gegen Atalanta Bergamo acht Tage zuvor – an Torgefährlichkeit und Effizienz zulegen. Und problematisch bleibt das Geschwindigkeitsdefizit in der letzten Reihe. Auf Kaliber wie Kylian Mbappé, Vinicius Junior und die anderen Real-Stars treffen die Schalker zwar nicht jede Woche, aber auch in der Bundesliga gibt es viele Offensivspieler, die flott unterwegs sind.

Hoffnung setzt Muslic vor dem Pflichtspielstart auch darauf, dass er die angeschlagenen Spieler rechtzeitig zurückerwarten kann. Gegen Real fehlten Kenan Karaman, Robin Gosens und Eric Junior Dina Ebimbe. Edin Dzeko saß zunächst auf der Bank.

Bei den Geschonten geht Muslic fest von einem Einsatz im Pokal aus

„Unsere Priorität liegt auf Montagabend, erste DFB-Pokalrunde in Halle. Wir wollten heute kein Risiko eingehen“, sagte Muslic in Bezug auf Karaman, Gosens und Dina Ebimbe. Ein paar Minuten Einsatzzeit wären laut Muslic drin gewesen, jetzt hat das Trio noch ein paar Tage Zeit, um sich weiter heranzuarbeiten. „Stand heute gehen wir fest davon aus, dass sie mitmachen können“, meinte Muslic mit Blick auf das Pokalspiel.

Bei Dzeko geht es um ein sinnvolles Heranführen. „Ich glaube, wir haben das wieder smart gemacht. Ähnlich war es im Januar, als er gekommen ist, auch da hatten wir Geduld und haben ihn langsam und bestmöglich aufgebaut. Jetzt hat er sehr viel individuell trainiert und teilintegriert mit der Mannschaft. Es ging für ihn heute darum, den Rhythmus zu spüren“, sagte Muslic. In Halle, wenn es für Schalke ernst wird, ist mit mehr Einsatzzeit für Dzeko zu rechnen.

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