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Schröder vor Gladbachs Endspurt: „Müssen in dieser Wagenburg bleiben“

Borussia Mönchengladbach hat auch vier Spieltage vor Saisonende noch keinen ausreichenden Vorsprung auf die Abstiegsplätze, deshalb wird das Spiel gegen den VfL Wolfsburg zu einem richtungsweisenden Duell. Sportdirektor Rouven Schröder beschwört vorher den Zusammenhalt.

Polanski glaubt an WM-Chance von Kleindienst

Aus den vergangenen vier Bundesliga-Spielen holte Borussia Mönchengladbach mal wieder nur drei Punkte, sodass der enorm wichtige 2:0-Sieg gegen St. Pauli am 26. Spieltag mittlerweile schon wieder verblasst ist. In der Tabelle stehen die Fohlen punktgleich mit Köln, dem HSV und Werder auf Platz 13 – der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt fünf Punkte. Und am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) geht es zum Abstiegskracher nach Wolfsburg. Verlieren verboten.

Ein gutes Omen aus Sicht der Gladbacher könnte sein, dass es in den Duellen mit den direkten Konkurrenten seit langem keine Niederlage mehr gab. Jedoch ereignete sich die letzte Niederlage gegen einen Abstiegskonkurrenten am 14. Spieltag ausgerechnet gegen Wolfsburg (1:3). Und auch Punkteteilungen können sich ganz schön mies anfühlen – das erfuhr die Borussia am vergangenen Sonntag auf bittere Art und Weise: „Gefühlt war das für uns eine Niederlage“, sagte Sportdirektor Rouven Schröder über das 1:1 gegen Mainz, bei dem der Ausgleich erst in der achten Minute der Nachspielzeit gefallen war.

Schröder setzt auf den „großen Kreis“

Trotzdem werde man jetzt „den Teufel tun und das zu negativ betrachten“. Man müsse gemeinsam die Kurve bekommen: „Wir müssen in dieser Wagenburg bleiben. Wir haben jetzt elementar wichtige Wochen vor uns und müssen als Borussia Mönchengladbach gemeinsam auftreten.“ Dabei gebe es in der aktuellen Lage keine Eitelkeiten, was Kader- oder Startelfplätze betreffe: „Wir haben einen großen Kreis. Wer außerhalb dieses Kreises ist und der Sache nicht gewappnet ist, der ist nicht gefragt.“

„Franck Honorat weiß, dass er nicht seine Top-Performance gefunden hat. Wir müssen ihm trotzdem das Vertrauen schenken.“ (Eugen Polanski)

Einer, der zuletzt nicht gerade durch Top-Leistungen aufgefallen ist, ist Franck Honorat. Sein Trainer Eugen Polanski wollte aber keinen Zweifel daran aufkommen lassen, dass der Franzose die richtige Einstellung habe: „Er ist selbst nicht zufrieden mit der Leistung. Er weiß, dass er nicht seine Top-Performance gefunden hat. Wir müssen ihm trotzdem das Vertrauen schenken und die Überzeugung haben, dass er noch sehr wichtig sein wird für uns.“ Honorats Trainingswoche sei gut gewesen. Und Polanski zeigte sich überzeugt, „dass wir durch einen Vertrauensvorschuss Spieler, die nicht in Form sind, in Form kriegen“.

Weiterhin nicht bauen kann der Trainer auf Nationalstürmer Tim Kleindienst, der sich im Aufbautraining nach einer Knie-OP befindet. Kleindienst sei „noch nicht im Mannschaftstraining, aber auf einem guten Weg“, sagte Polanski. Und obwohl der 30-Jährige in dieser Saison erst drei Kurzeinsätze verzeichnet hat, glaubt Polanski weiter an eine WM-Chance: „Ich kenne den einen oder anderen aus dem DFB-Trainerteam und wir haben ein bisschen drüber gesprochen, was die Rolle von Tim beim DFB sein könnte. Am Ende entscheidet der Bundestrainer und Tim ist derjenige, der liefern muss und uns damit auch helfen kann.“ Die Aussicht auf eine WM-Teilnahme sei für Kleindienst eine Extramotivation und deshalb nur positiv.

Diks und Castrop sind weiterhin nicht bei 100 Prozent

Etwas weniger positiv zeichnete der Trainer die aktuelle Lage bei einem seiner Stammspieler, der zuletzt ein paar Probleme hatte: „Bei Kevin Diks mussten wir die Belastung deutlich reduzieren. Er hat manchmal nur individuell trainiert.“ Ausfallen wird der Innenverteidiger deshalb aber nicht. Ebenso mit von der Partie gegen Wolfsburg ist Jens Castrop: „Wir wünschen uns, dass er über 90 Minuten gehen kann und dass Jens sich durchbeißt, wenn es ein bisschen härter wird.“

Insgesamt wollten Polanski und Schröder eine positive Stimmung vermitteln: „Man muss spüren, dass wir das, was wir auf dem Platz machen, lieben“, sagte Polanski. Und Schröder fügte an, dass gute Laune nicht verboten sei: „Wenn einer auch mal lacht am Mittwochmorgen, dann ist das zugelassen. Wir müssen eine gewisse Balance finden.“

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