Die Wahrscheinlichkeit, dass Niklas Dorsch mit dem 1. FC Heidenheim in die 2. Liga geht, ist gering. Ein erster möglicher Abnehmer hat bereits sein Interesse hinterlegt.
Zieht es den Heidenheimer in die Türkei?
Im Sommer 2024 holte der 1. FC Heidenheim am letzten Tag der Transferperiode Niklas Dorsch zurück – der Mittelfeldspieler der Marke Stratege hatte auf der Ostalb den Sprung in den Profibereich geschafft. Im Sommer 2018 von den kleinen Bayern als Talent gekommen, entwickelte sich der gebürtige Oberfranke zu einem der auffälligsten Zweitliga-Spieler.
Zwei Jahre später war er dem belgischen Erstligisten KAA Gent bereits sechs Millionen Euro wert. Nach nur einem Jahr in Belgien kehrte er wieder nach Deutschland zurück, und zwar in die Bundesliga zum FC Augsburg, der für ihn rund sechs Millionen Euro nach Gent überwies. Als er bei den Fuggerstädtern jedoch aufgrund einer Verletzungsmisere seinen Stammplatz verlor, kam vor fast zwei Jahren der Lockruf aus Heidenheim gerade recht.
Rund 3,5 Millionen Euro legte der FCH für ihn auf den Tisch, eine Investition, die sich auszahlte. Dorsch hatte in seiner ersten Saison allen voran in der Rückrunde maßgeblichen Anteil daran, dass Klub von der Ostalb trotz der Doppelbelastung Conference League die Liga via Relegation halten konnte.
Fink buhlt um den U-21-Europameister
Und in der aktuellen Spielzeit gehörte der U-21-Europameister von 2021 gemeinsam mit Kapitän Patrick Mainka der auf der Ostalb raren Spezies der stabilen Führungsspieler an. Und so verwundert es nicht, dass der 28-Jährige wohl erstklassig bleiben wird, auch wenn der Abstieg des FCH mehr oder minder unausweichlich ist.
Zwar hat er einen gültigen Vertrag auch für Liga 2, doch bei einem entsprechenden Gebot wird der FCH ihn wohl ziehen lassen. Konkretes Interesse hat bereits der von Thorsten Fink trainierte türkische Erstligist Samsunspor hinterlegt. Da der FCA branchenüblich von der erzielten Ablöse profitiert, dürfte Heidenheim mindestens vier Millionen Euro an Ablöse für ihn aufrufen.

