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Zweitteuerster Verkauf der FC-Geschichte: Kaminski wechselt zu Benfica

Kaum ist er fest verpflichtet worden, ist er schon wieder weg: Jakub Kaminski verlässt den 1. FC Köln in Richtung Lissabon. Der Bundesligist verliert dadurch eine zentrale Figur der vergangenen Saison, streicht aber einen satten Transfergewinn ein.

Rund 15 Millionen Euro Gewinn

Erst am 3. Juni machte der 1. FC Köln die bereits zuvor angekündigte Verpflichtung von Jakub Kaminski offiziell. Für 5,5 Millionen Euro wurde aus dem Leihgeschäft vom VfL Wolfsburg ein fester Transfer. Doch nur kurz darauf deutete sich an, dass der Flügelspieler in der kommenden Saison dennoch andernorts auf Torejagd gehen wird. So ist es nun auch gekommen: Benfica Lissabon sichert sich die Dienste des Polen und stattet ihn mit einem Vertrag bis 2031 aus.

Möglich macht das eine im Vertrag verankerte Ausstiegsklausel in Höhe von rund 20 Millionen Euro. Von dieser Option, die noch bis Mitte Juli gültig gewesen wäre, macht der portugiesische Rekordmeister Gebrauch und sichert sich eine der Säulen im Kölner Kader. In der vergangenen Saison absolvierte Kaminski alle 34 Ligaspiele, traf siebenmal selbst und bereitete fünf Tore vor.

„Wir mussten immer mit einem Abgang von Jakub rechnen.“ (Thomas Kessler)

„Wir sind stolz darauf, dass wir ihm ein Umfeld bieten konnten, in dem er sein Potenzial wieder konstant abrufen konnte“, wird Geschäftsführer Thomas Kessler in der Vereinsmitteilung zitiert. „Gleichzeitig wecken solch gute Leistungen auf dem Markt natürlich Begehrlichkeiten, weshalb wir immer mit einem Abgang von Jakub rechnen mussten“, heißt es weiter – trotz der Festverpflichtung.

Nur Modeste war teurer

Für die Geißböcke bedeutet der Abgang des 24-Jährigen nicht nur knapp 15 Millionen Euro Transfergewinn, sondern auch den zweitteuersten Verkauf der Vereinsgeschichte. Lediglich Anthony Modeste, der 2017 zunächst per Leihe und ein Jahr später fest zu Tianjin Tianhai nach China gewechselt war, war teurer. Damals erhielt der FC in Summe knapp 35 Millionen Euro.

Sein Traum von der Premier League, von dem er zuletzt offen gesprochen hatte, erfüllt sich für Kaminski damit zumindest vorerst noch nicht. Ein großer Karriereschritt ist es zweifelsohne dennoch: Mit Benfica geht der 31-malige Nationalspieler (drei Tore) in der Qualifikation für die Europa League an den Start. Dort treffen die Adler am 23. und 30. Juli in der 2. Runde auf den FC St. Gallen.

Kaminski selbst erklärte, der Wechsel falle ihm schwer, aber: „Er bietet mir sportlich die Chance auf den nächsten Schritt bei einem großen Klub, der international spielt. Diese Möglichkeit möchte ich gerne wahrnehmen.“

Beim „Effzeh“ hat man den Abgang und die damit verbundenen finanziellen Möglichkeiten bereits erwartet. Mit diesen gilt es nun, die offenen Lücken im Kader zu füllen. Neben einem Kaminski-Ersatz werden noch zwei Linksverteidiger, zwei Spieler für die Mittelfeldzentrale und ein Stürmer gesucht.

Für die linke Defensivseite gilt Gideon Mensah von der AJ Auxerre als Kandidat, der Nationalspieler Ghanas wäre ablösefrei zu haben. Als möglicher Ersatz für Eric Martel auf der Sechs wird Edson Alvarez gehandelt. Mexikos Kapitän ans Geißbockheim zu lotsen, dürfte sich allerdings schwierig gestalten.

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