Union Berlin hat seine Gastspielreise nach Linz und Wien beendet. Vor dem Beginn des Camps in Herzogenaurach gibt es noch ein kurzes Durchschnaufen.
Angeschlagene Spieler vor Trainingslagerstart
Zum Leidwesen vieler Profis und Fans des 1. FC Union Berlin gibt es in diesem Jahr kein Trainingslager in Österreich. Immerhin werden die Eisernen aber ab Mittwoch bis zum 1. August in Herzogenaurach auf dem Gelände von Ausrüster Adidas die Vorbereitung fortsetzen. Dort waren zuletzt auch schon die Nationalteams der deutschen Frauen und Männer zu Gast.
Mehr als eine Briese Österreich gab es aber dennoch am vergangenen Wochenende mit den Testspielen beim Linzer ASK (2:0) am Sonnabend und bei Rapid Wien (1:1) am Sonntag.
Zingler ist „sehr zufrieden“
Die ließ sich auch Präsident Dirk Zingler nicht entgehen: „Das waren zwei Spiele, die jetzt nicht irgendwo auf kleinen Plätzen stattgefunden haben, sondern unter guten Bedingungen. Das hilft insbesondere den jungen Spielern. Ich bin sehr zufrieden mit dem gesamten Wochenende“, sagte Zingler.
In sportlicher Hinsicht konnte auch Trainer Steffen Baumgart mit dem Abschneiden seiner Mannschaft leben, auch wenn die Voraussetzungen bei den Konkurrenten sehr unterschiedlich waren. Der LASK schickte eine B-Formation ins Rennen. Rapid nahm das Match gegen Union dagegen vier Tage vor dem Play-Off-Hinspiel zur Europa Conference League bei Montenegros Vertreter FK Decic Tuzi wesentlich ernster.
„Wir dürfen nicht verkennen, dass wir gegen Rapid auf einen Gegner getroffen sind, der am Donnerstag schon richtig gefordert wird und der am Sonnabend keinen Einsatz hatte“, sagte Baumgart. „Und da muss man sagen, die erste Halbzeit war richtig gut. Danach war zu erwarten, dass Rapid kommt. Ich habe von unserer Mannschaft einen guten Auftritt gesehen.“
Die Hitze von Wien ertrug Kapitän Christopher Trimmel vielleicht ein wenig leichter, weil er wie Teamkollege Leopold Querfeld an alter Wirkungsstätte auch von den Rapid-Fans gefeiert wurde.
Trimmel genoss den Kurztrip in die Heimat zu seinen Landsleuten, auch wenn es wenig mit Luxus zu tun hatte. „Für uns war es doch eine anstrengende Reise mit Fliegen und Busfahren. Teilweise haben einige Akteure länger gespielt, als geplant war. Man muss schon gucken, dass man sich nicht verletzt“, so Trimmel.
Baumgart hofft mit einer Ausnahme auf den kompletten Kader
Ein paar angeschlagene Akteure, allesamt Youngster, hat der Klub dennoch aktuell zu verkraften. Mittelfeldmann David Preu zog sich in der Begegnung in Linz eine Gehirnerschütterung zu, wegen der er in Wien keine weiteren Minuten sammeln konnte. Verteidiger Oluwaseun Ogbemudia musste nach der Erwärmung in Wien passen. Torwart Yannic Stein war zwar im Nachbarland vor Ort. Aufgrund einer Erkrankung fiel sein geplanter Einsatz gegen Wien aber ins Wasser.
Baumgart hofft, dass nach dem arbeitsfreien Montag und Dienstag bis zum Beginn des Trainingslagers wieder alle fit sind. Das betrifft auch Angreifer Oliver Burke, der krankheitsbedingt erst gar nicht nach Österreich mitfahren konnte.
Auch Mittelfeldmann Aljoscha Kemlein sowie die Offensivspieler Woo-Yeong Jeong und Livan Burcu fehlten unter der Sonne Österreichs. Während die noch im Aufbautraining befindlichen Kemlein und Jeong zum Kader für Herzogenaurach zählen sollen, besteht für Burcu (Sprunggelenksverletzung) keine Chance darauf.

