Der Kaderumbau bei Borussia Mönchengladbach schreitet voran. Und in der Trainerfrage gibt es eine klare Tendenz.
Borussias Zukunft: Viel Bewegung im Kader, Kontinuität beim Trainer
Seit Tagen verdichten sich die Anzeichen, dass es mit Eugen Polanski weitergeht auf der Trainerposition. In der vergangenen Woche hatte der kicker über Gedankenspiele im Klub berichtet, um Polanski herum Veränderungen vorzunehmen, anstatt die Trainerposition selbst anzupacken – und diese Variante kristallisiert sich weiter heraus. Eine gezielte Anpassung im Trainerteam, insbesondere mit Blick auf den Aspekt Erfahrung, ist eine Option, die naheliegt. Polanskis Vertrag läuft bis 2028. In den vergangenen Wochen hatte der 40-Jährige nie Zweifel an der Fortsetzung seiner Tätigkeit geäußert, sondern vielmehr über Pläne, Ansätze für Veränderungen und Ideen für den künftigen Fohlen-Fußball gesprochen. Die Chance, die Mannschaft neu auszurichten, wird Polanski aller Voraussicht nach erhalten.
Weitere Entscheidungen im Kader sind auch schon gefallen oder stehen unmittelbar bevor. Sportchef Rouven Schröder treibt den Umbau in hohem Tempo voran. Nach den Vertragsunterschriften von Torhüter Daniel Batz (35, zuletzt Mainz 05) und Linksverteidiger David Herold (23, Karlsruher SC) befinden sich die nächsten Deals in der Pipeline.
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Konoplya-Transfer vor Vollzug
Quasi abgeschlossen ist die Verpflichtung von Yukhym Konoplya (26) von Schachtar Donezk für die rechte Abwehrseite. Nach Herold für die linke Abwehrseite kommt auch der ukrainische Nationalspieler im Hinblick auf eine der klar identifizierten Baustellen im Gladbacher Kader: die Außenverteidigerpositionen. So erhält Joe Scally, bislang ohne echten Herausforderer, mit Konoplya namhafte Konkurrenz. Außerdem verschafft das frühe Handeln den Verantwortlichen zusätzliche Flexibilität: Sollte Scally (Vertrag bis 2027) im weiteren Verlauf der Transferperiode abgegeben werden, wäre die Position bereits abgesichert. Die Borussia könnte die mögliche Transfereinnahme gezielt und ohne Zeitdruck reinvestieren.
Uno und Leopold im Doppelpack?
Auch im zentralen Mittelfeld kündigt sich Verstärkung an. Der Wechsel des Japaners Zento Uno (22, Shimizu S-Pulse) ist grundsätzlich vorbereitet, wird jedoch von einer Verletzung überschattet: Der Sechser zog sich am Wochenende im Spiel gegen Gamba Osaka eine Blessur am Sprunggelenk zu. Sollte sich diese als unproblematisch erweisen, dürfte der Transfer wie geplant vollzogen werden. Darüber hinaus befinden sich die Gladbacher im Werben um Hannovers Kapitän Enzo Leopold (25) in einer sehr aussichtsreichen Position.
Omlin vor Wechsel zum FC Basel
Auf der Abgangsseite herrscht ebenfalls Bewegung. Torhüter Jonas Omlin (Vertrag bis 2027) steht vor einem Wechsel zum FC Basel; Sky berichtete zuerst. Ein Abschied des Schweizers, der einst als Nummer 1 und Nachfolger von Yann Sommer geholt wurde, würde vor allem mit einer beträchtlichen Gehaltseinsparung einhergehen.
Frisches Geld spült außerdem der Wechsel von Winsley Boteli in die Kasse. Der FC Sion hat die Kaufoption in Höhe von 3,5 Millionen Euro für den bereits ausgeliehenen Stürmer gezogen. Sollte Sion Boteli direkt weiterverkaufen, wäre über eine Weiterverkaufsbeteiligung sogar noch ein erheblicher Nachschlag für die Borussia drin; sie soll bei zehn Prozent liegen. Mit seinen Toren hat sich Boteli in den Notizblock vieler Klubs gespielt.
Bei Shio Fukuda gibt es ebenfalls vielseitiges, konkretes Interesse an einer festen Verpflichtung, unter anderem vom Karlsruher SC, bei dem der Offensivspieler zuletzt auf Leihbasis aktiv war. Die Höhe der Kaufoption für den KSC liegt bei 1,5 Millionen Euro. Fukuda muss die Entscheidung über seine Zukunft noch treffen, der Vertrag des Stürmers in Gladbach endet 2027.

