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Wegen Sturmtief „Elli“: Spiel zwischen St. Pauli und Leipzig abgesagt

Für den FC St. Pauli und RB Leipzig verschiebt sich der Start in das neue Bundesliga-Jahr. Aufgrund des Wintersturms „Elli“ muss das eigentlich für Samstag geplante Duell der beiden Teams abgesagt werden.

Nachholtermin noch nicht bekannt

Am Samstagnachmittag finden – Stand jetzt – nur vier statt ursprünglich geplant fünf Bundesliga-Partien statt. Das Spiel zwischen dem FC St. Pauli und RB Leipzig im Millerntor-Stadion (Anpfiff eigentlich um 15.30 Uhr) muss aufgrund der Witterungsbedingungen abgesagt werden. Das teilten die DFL sowie die beiden Klubs am Freitagmittag mit.

„Der Stadionbetreiber des Millerntor-Stadions hat die Spielstätte nach Rücksprache mit den lokalen Behörden gesperrt“, hieß es in einer Mitteilung der DFL. „Grund hierfür ist die große Menge von Schnee und Eis auf dem gesamten Stadiongelände und die damit verbundenen Sicherheitsrisiken für alle am Spieltag beteiligten Personen sowie die kritische Gesamtsituation in Hamburg.“ Der Nachholtermin soll „zeitnah“ verkündet werden.

Mitarbeiter von St. Pauli seit Tagen „im Dauereinsatz“

Der Wintersturm „Elli“ hatte am Freitag starken Schneefall mit sich gebracht, in Verbindung mit Sturmböen hatte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Hamburg eine amtliche Unwetterwarnung vor starker Schneeverwehung veröffentlicht. Bereits am Donnerstag hatte der FC St. Pauli in einem Statement betont, „angesichts der Wetterlage“ keine Garantie für die Austragung der Partie gegen Leipzig geben zu können.

Diese Zweifel sollten sich im Laufe des Freitags bestätigen. Die Kiezkicker erklärten in einer Pressemitteilung, durch den starken Schneefall und Schneeverwehungen in Hamburg sei „die Sicherheit der Versammlungsstätte und die sichere Durchführung der Veranstaltung unter Einhaltung aller Betriebsvorschriften nicht gewährleistet“. Die Entscheidung wurde in Abstimmung mit der DFL, den beteiligten Klubs sowie den zuständigen Behörden getroffen.

Der FC St. Pauli hatte unter Mithilfe der eigenen Mitarbeiter sowie externer Dienstleister „über mehrere Tage hinweg im Dauereinsatz“ versucht, das Spielfeld sowie die Tribünen von den Schneemassen und Eis zu befreien. „Insbesondere auf den Dachflächen erwies sich dies jedoch als nahezu unmöglich“, teilte der Klub aber mit. Zudem hätten die lokalen Behörden „angesichts der Gesamtlage in Hamburg ausdrücklich eine Absage empfohlen“, um die Einsatzkräfte, die medizinische Infrastruktur und den Verkehrsraum nicht weiter zu belasten.

Das Fußballjahr 2026 beginnt für St. Pauli damit erst am kommenden Mittwoch mit dem Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg (18.30 Uhr) im Rahmen des 17. Spieltags. Leipzig trifft ebenfalls am Mittwoch vor eigenem Publikum auf den SC Freiburg (20.30 Uhr).

Erste witterungsbedingte Spielabsage seit zwei Jahren

Fragezeichen gab es auch bezüglich des Heimspiels von Werder Bremen gegen die TSG Hoffenheim und von Union Berlin gegen Mainz 05 (beide ebenfalls Samstag, 15.30 Uhr). Der DWD konnte am Freitagmorgen allerdings Entwarnung für die Region Berlin und Brandenburg geben, die Unwetterwarnung wurde aufgehoben. Entsprechend zeigte sich Union-Sprecher Christian Arbeit zuversichtlich, dass die Partie stattfinden könne. Auch aus Bremen waren am Freitagmittag optimistische Töne zu vernehmen.

Letztmals musste in der Bundesliga im Januar 2024 eine Partie wegen winterlicher Witterungsbedingungen abgesagt werden. Vor gut zwei Jahren konnte das Duell zwischen Mainz und Union aufgrund von starker Eisbildung auf den Unterrängen des Mainzer Stadions sowie Sicherheitsrisiken bei der Anreise der Zuschauer nicht wie geplant stattfinden. Gut zwei Wochen später wurde die Partie nachgeholt. Auch der FC Bayern – und wieder Union – war Anfang Dezember 2023 von einer Spielabsage betroffen: Wegen Sicherheitsrisiken aufgrund drohender Dachlawinen sowie der Verkehrssituation musste das Spiel damals abgesagt werden. Das Nachholspiel gewann der Rekordmeister mit 1:0 gegen die Köpenicker.

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