Weil sich die Fans Mitte Mai beim Saisonfinale gegen den VfB Stuttgart danebenbenahmen, muss Bundesligist Eintracht Frankfurt fast 350.000 Euro Strafe zahlen.
Im letzten Spiel der vergangenen Runde
Eintracht Frankfurt muss einmal mehr tief in die Tasche greifen. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat die Hessen wegen unsportlichen Verhaltens ihrer Anhänger mit einer Geldstrafe in Höhe von 341.500 Euro belegt. Der Verein stimmte dem Urteil bereits zu.
Geahndet wurden die Vorfälle beim Bundesligaspiel der Frankfurter gegen den VfB Stuttgart am 16. Mai dieses Jahres (Endstand 2:2). Vor Beginn der letzten Saisonpartie hatten Eintracht-Fans mindestens 25 Rauchtöpfe, 50 Bengalische Feuer, 20 Blinker sowie 20 Raketen abgeschossen. Dabei waren zwei Personen verletzt worden, eine Frau im Frankfurter Fanblock erlitt etwa durch eine brennende Fackel schwere Verbrennungen und musste operiert werden. Die Partie beschäftigte in Folge auch die Staatsanwaltschaft.
„Aktion ist ein Wahnsinn“
Der Anpfiff hatte sich damals um knapp sechs Minuten verzögert, und auch während des Spiels waren im Frankfurter Fanblock 26 weitere pyrotechnische Gegenstände gezündet und vier Raketen abgeschossen worden. „Diese Aktion ist ein Wahnsinn, nicht nachzuvollziehen und vollkommen inakzeptabel. Wer in so einem Ausmaß Raketen unters Dach schießt, in der eigenen Kurve, hat ein Stück weit den Verstand verloren“, hatte Frankfurts Vorstandsmitglied Philipp Reschke die Geschehnisse scharf verurteilt.
Der Verein, der wegen des Fehlverhaltens seiner Anhänger regelmäßig zur Kasse gebeten wird, kann 113.800 Euro von der Gesamtsumme für sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwenden. Diese müssen beim DFB bis zum 31. März 2027 nachgewiesen werden.

