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Was für Gladbachs „Leader“ Itakura jetzt wichtig ist

An die Rückkehr des Abwehrspielers zu Borussia Mönchengladbach knüpfen sich große Hoffnungen. Der Japaner soll neben Qualität auch seine Erfahrung einbringen.

„Er spürt seine Verantwortung“

Eine der guten Nachrichten für Eugen Polanski vor dem Bundesligastart lautet, dass er sich um die Besetzung seiner Abwehrzentrale keine Sorgen machen muss. Der erst 19 Jahre alte Jan Leszczynski, Neuzugang von Legia Warschau, hat eine derart überzeugende Vorbereitung abgeliefert, dass ihm der Trainer guten Gewissens auch für das Auftaktspiel in Leipzig das Startelfmandat erteilen könnte. Andererseits gilt es für Polanski, Rückkehrer Ko Itakura schnellstens in die Abläufe auf dem Rasen zu integrieren. Im DFB-Pokalspiel bei Schott Mainz (5:0) sammelte der erst drei Tage zuvor verpflichtete Japaner seine ersten Einsatzminuten. Itakura wurde in der 57. Spielminute eingewechselt und löste Youngster Leszczynski in der Innenverteidigung ab.

In Leipzig, davon ist auszugehen, wird dann erstmals Itakura von Beginn an spielen und neben dem gesetzten Kevin Diks verteidigen. „Es ist wichtig, dass Ko sich schnell eingewöhnt. Im Training und in den 30 Spielminuten im Pokal konnte man schon erkennen, wie hoch seine Qualität ist und welche Ruhe er mitbringt“, sagt Polanski. Der VfL-Coach bezeichnet den 29-Jährigen als eine „sehr große Verstärkung für uns“, auch hinsichtlich der Altersstruktur. „Nur mit jungen Spielern“, sagt Polanski, „wird es auch nicht funktionieren.“

Über den Spielrhythmus zu alter Stärke

Itakura, der Rückkehrer von Ajax Amsterdam, hat die Borussia nach eigener Aussage „sehr vermisst“. In 80 Pflichtspielen (sieben Tore) stand der Nationalspieler zwischen 2022 und 2025 für die Fohlen auf dem Rasen, er war in diesem Zeitraum ein Fixpunkt in der Mannschaft – und soll es wieder werden. „Ko ist ein Leader. Er spürt seine Verantwortung und soll bei uns vorangehen“, sagt Sportchef Rouven Schröder und macht gleichzeitig deutlich: „Aber er wird sich auch dem Konkurrenzkampf bei uns stellen, das ist klar.“

Warum Spielpraxis in den nächsten Wochen das ist, was Itakura am dringendsten benötigt, zeigt der Blick auf die vergangenen Monate. Nachdem er bei Ajax im ersten Halbjahr regelmäßig zum Einsatz gekommen war, zog sich Itakura im Januar eine Rückenverletzung zu. Es folgte eine Zwangspause bis in den April hinein. Auch bei der Weltmeisterschaft lief es nicht richtig rund. Startelf im zweiten Gruppenspiel gegen Tunesien (4:0). Verletzungsbedingt eine frühe Auswechslung in der 39. Spielminute im dritten Gruppenspiel gegen Schweden (1:1). Dann angeschlagen das Aus gegen Brasilien im Sechzehntelfinale (1:2) von der Bank aus erlebt. Viel Einsatzzeit kam auch bei der WM nicht zusammen. „Ko muss jetzt seine Spielminuten sammeln“, erklärt Schröder, „denn wir werden ihn brauchen.“

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