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Was der FC Bayern überhaupt sucht – und wie es realisierbar wäre

Der FC Bayern ist bestmöglich in die Saison gestartet, bestmöglich läuft aber nicht alles. Zum Beispiel die Suche nach einem neuen.

Verteidiger Kim soll in München bleiben

Das Bild des Spieltags lieferte aus Sicht des FC Bayern ausnahmsweise nicht der Dreifachtorschütze Harry Kane oder Doppeltorschütze Michael Olise. Und nicht mal der herausragende Serge Gnabry konnte diesen in zwölf verschiedene Richtungen interpretierbaren Handschlag überbieten.

Wie sich der Ehrenpräsident Uli Hoeneß und der Sportvorstand Max Eberl da weit oben auf der Tribüne der Allianz-Arena die Hände reichten, in die Augen schauten und sich zur zwischenzeitlichen 3:0-Führung des FC Bayern beglückwünschten. Alles wieder gut? Alle haben sich lieb? Jetzt doch wieder Spieler kaufen?

Jein, jein und nein. „Das war ja ein schönes Tor“, erklärte Eberl nach dem 6:0-Erfolg über RB. „Er hat mir die Hand gereicht, und ich habe sie gerne genommen.“ Was das dann alles aussagen sollte, das überließ der Sportvorstand lieber anderen. Vielleicht sagte es ja, und das ist sogar am wahrscheinlichsten, überhaupt nichts aus. Vielleicht waren das einfach nur zwei Bayern-Verantwortliche, die sich über das nächste sehenswerte Bayern-Tor gefreut haben.

Deswegen läuft beim FC Bayern noch lange nicht alles nach Plan, also zumindest nicht nach jedermanns Plan. Vom Aufsichtsrat hat Eberl ja jüngst erst die ernüchternde Nachricht erhalten, nach den missglückten Transfers von Florian Wirtz und Nick Woltemade nun keinen Spieler mehr kaufen zu dürfen. Eine Leihe wäre okay, sogar mit einer Kaufoption. Eine Kaufpflicht dagegen würde nach kicker-Informationen nur dann durchgehen, wenn der größtmögliche Erfolgsfall für die Bayern eintrete.

Namen geistern wie immer viele durch die Korridore an der Säbener Straße, doch die Optionen werden weniger. Weil Eberl natürlich selbst genau weiß, dass kein Top-Klub einen Top-Spieler an den FC Bayern verleihen würde.

„Wir haben Ideen, wir haben Gedanken.“ (Max Eberl)

Offen ist sogar noch, was für ein Spieler denn genau kommen soll. Bedarf herrscht lediglich in der Offensive, da haben sowohl Eberl als auch CEO Jan-Christian Dreesen zugegeben, dass die Positionsgruppe etwas „dünn“ besetzt sei.

Ob es nun ein Typ Spielmacher wie Jamal Musiala wird oder eher ein Flügelspieler wie Michael Olise? Oder ein Hybrid, wie zum Beispiel Serge Gnabry? Erleichtert wird Eberls Arbeit zumindest dadurch, dass die noch vorhandenen Bayern-Spieler für die Abteilung Angriff fast durchweg flexibel einsetzbar sind. Besten Anschauungsunterricht lieferten Olise, der übrigens keine Ausstiegsklausel besitzt, und Gnabry gegen Leipzig, als sie in einer Tour rochierten und die Positionen wechselten. Und Leipzig damit seine Problemchen hatte.

Es braucht also keinen reinen Flügelspieler oder einen reinen Zehner. „Wir haben Ideen, wir haben Gedanken. Da sind Hybride dabei, da sind auch Spieler dabei, die sich eher in einem Bereich sich wohler fühlen“, erklärt Eberl. „Es geht irgendwann um die Umsetzung, aber wenn wir was machen, dann sollte das schon Sinn und Verstand haben.“

Kein Thema mehr ist nach kicker-Informationen ein Verkauf von Min-Jae Kim, der sich gegen RB als Joker mit einer spektakulären Vorlage auf Harry Kane inszenierte. Sollte kein unmoralisches Angebot (aus Saudi-Arabien) eintrudeln, spielt der Südkoreaner auch in der kommenden Saison beim FC Bayern.

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