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Von Kleindienst bis Neuhaus und Scally: Gladbachs Start mit klaren Signalen

Borussia Mönchengladbach zieht in die 2. DFB-Pokal-Runde ein. Startelf und Kaderbesetzung lieferten Erkenntnisse und Fingerzeige.

Ungefährdeter Sieg im DFB-Pokal bei Schott Mainz

Warum es für die Borussia unabdingbar ist, über eine zweite, starke Nummer 9 im Kader zu verfügen, zeigte sich schon in der 1. DFB-Pokal-Runde bei Schott Mainz. Das Startelf-Comeback von Kapitän Tim Kleindienst platzte aufgrund von muskulären Problemen. Ein Holperstart für den Stürmer, der eigentlich direkt voll angreifen wollte nach seiner Leidenssaison; die Spielzeit 2025/26 hatte er wegen einer Knie-OP fast komplett als Zuschauer erlebt.

Am Sonntag gab Rouven Schröder zumindest erste Entwarnung. „Eine Vorsichtsmaßnahme“, erklärte der Sportchef das Fehlen von Kleindienst und berichtete, dass der Torjäger nach dem Training etwas im muskulären Bereich gespürt habe. Ein Risiko wollten die Beteiligten daraufhin gar nicht erst eingehen. „Wäre es Bundesliga gewesen, hätte Tim im Kader gestanden und auch spielen können“, versicherte Schröder. So kam in Mainz der neue Kleindienst-Vertreter von Beginn an zum Zug: Isac Lidberg.

„Er hat es in der Vorbereitung hervorragend gemacht“, sagte der Manager über den Schweden, für den die Borussen 3,5 Millionen Euro an Darmstadt 98 überwiesen hatten. Gegen Schott Mainz mühte sich der Zweitliga-Torjäger (32 Tore in 64 Pflichtspielen für die Lilien) redlich, ein Treffer gelang ihm nicht. Kurz vor dem Schlusspfiff scheiterte Lidberg mit einem Schuss am Pfosten.

Gewinner Ullrich, Stöger, Leopold

Die Startelf und Kaderbesetzung am Sonntag lieferten klare Signale über den Status quo bei einzelnen Personalien. So hat Linksverteidiger Lukas Ullrich das Duell mit David Herold für sich entschieden, ebenso Kevin Stöger auf der Doppelsechs gegenüber Enzo Leopold die Nase vorn. Franck Honorat muss sich mächtig strecken, um in der offensiven Dreierreihe seinen Platz zu finden. Indes war klar, dass Ko Itakura, erst am Donnerstag von Ajax Amsterdam verpflichtet, in Mainz noch nicht beginnen wird, sondern der 19-jährige Jan Leszczynski, einer der großen Vorbereitungsgewinner.

Neuhaus und Scally? „Schauen wir mal“

Und: Nicht unerwartet fehlten Florian Neuhaus und Joe Scally im Kader. Beide Profis wollen die Gladbacher abgeben, die Verträge laufen aus. Mit der Nicht-Nominierung wird weiter Druck auf das Duo aufgebaut. „Das ist schon ein Fingerzeig. Wir haben immer gesagt, dass Konkurrenzkampf herrscht. Das Kollektiv ist stärker geworden, wir haben hungrige Spieler dazubekommen“, erklärte Schröder zu den beiden Personalien. „Jeder kennt die Vertragssituation. Schauen wir mal, was noch passiert.“

Statt Neuhaus und Scally standen die Youngster Mathieu Nguefack (18), Iaia Manco Danfa (19) und Fritz Fleck (19) im Aufgebot. „Es sind vollwertige Kadermitglieder. Sie haben sich rangepirscht und empfohlen, jetzt hat sie der Trainer nominiert. Das haben sie sich verdient. Und wenn die Entscheidung sportlich so klar ausfällt, dann müssen auch arrivierte Spieler draußen bleiben“, erläuterte der Sportchef weiter.

Neu in dieser Saison: Kevin Diks ist nach dem Abschied von Nico Elvedi (Leeds United) offiziell zum Vizekapitän aufgestiegen. In Mainz trug der Verteidiger in Abwesenheit von Kleindienst die Kapitänsbinde. Elvedis Platz im Mannschaftsrat nimmt unterdessen der von Hannover 96 gekommene Leopold ein.

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