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Undav legt den Finger in die Wunde: „Wir sind gerade keine Spitzenmannschaft“

Konstanz ist das große Problem des VfB Stuttgart in der laufenden Saison – das zeigte sich auch in Hamburg, wo man über weite Strecken überlegen war und am Ende dennoch unterlag. Deniz Undav legte anschließend den Finger in die Wunde.

Nach Niederlage in Hamburg

„Wir müssen anfangen, uns klarzumachen, dass wir gerade keine Spitzenmannschaft sind“, sagte Deniz Undav nach dem 0:1 beim HSV am Samstagnachmittag am Sky-Mikrofon.

„Im Vergleich zu den letzten Jahren fehlt uns sehr viel“, sagte der Stürmer fest und stellte klar, dass man solche Spiele „in den letzten Jahren gezogen hat. Wir haben wir die Dinger reingemacht, dieses Jahr fällt es uns aber schwer.“ Der 30-Jährige verwies auch darauf, dass der VfB in dieser Saison „in der zweiten Halbzeit relativ oft abbaut“, das war auch in Hamburg so, wo man nach starker erster Hälfte eine deutlich schwächere zweite spielte.

Zwei Siege in Serie gab’s schon länger nicht

Ein Blick auf die Zahlen belegt, dass Konstanz auf hohem Niveau aktuell nicht gerade die Stärke der Schwaben ist. Zwei Bundesliga-Siege in Serie gelangen zuletzt im März, zwei Auswärtssiege in Folge gar im Januar.

Dabei wäre in Hamburg durchaus etwas drin gewesen, waren die Schwaben doch die aktivere Mannschaft. 66 Prozent Ballbesitz, deutlich mehr Torschüsse (24:14) und ein xGoals-Wert von 1,69 (Hamburg lag bei 1,42) unterstreichen das. Das Problem: Das Runde ging nicht ins Eckige, was auch an Undav lag. Allein sieben Torschüsse gingen auf das Konto des 30-Jährigen, der sich auch selbst an die eigene Nase fassen muss.

Auch Undav ist weg von seiner Topform

Der Kapitän ist ebenfalls weit weg von seiner Form der vergangenen Jahre. Zwar erzielte er unter der Woche beim 3:0 in Bratislava in der Champions League sein erstes Saisontor, in der Bundesliga hat er aber weiterhin Ladehemmung. In Hamburg nahm sich Undav viele Abschlüsse, wurde oft geblockt und hatte zudem Pech mit seinem Pfostentreffer (39.) oder aber er scheiterte an HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes (58.).

Alles schwarzmalen wollte Undav am Ende auch nicht. Zwar sei es natürlich schade, dass man verloren habe, gleichwohl „haben wir zwei der letzten drei Spiele gewonnen“. Alles gut also? Keineswegs, denn er warnte auch eindringlich: „Wir müssen daran arbeiten, um wieder nach oben zu kommen. Wenn nicht, dann wird es eine sehr harte Saison.“

Fakt ist: Mit nur zwei Siegen und vier Niederlagen finden sich die Stuttgarter lediglich auf Platz 13 der Tabelle wieder – nur ein Punkt sind es auf Relegationsplatz 16, den vor den Sonntagsspielen der 1. FC Union Berlin belegt.

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