Union Berlin hat sich nun endgültig dafür entschieden, Leihspieler Stanley Nsoki fest zu verpflichten. Für die TSG Hoffenheim bedeutet der Abschied letztlich ein großes Verlustgeschäft.
Großes Verlustgeschäft für Hoffenheim
Bleibt er – oder nicht? Lange schien offen, ob sich Union Berlin wirklich dafür entscheidet, für den bisherigen Leihspieler Stanley Nsoki zu bieten. Der Trainerwechsel bei den Eisernen zu Mauro Lustrinelli ließ die Unklarheit nur anwachsen. Vor eineinhalb Wochen aber gab es den Durchbruch, ein Jahr vor Vertragsende verlässt Nsoki die TSG Hoffenheim für eine Abstandszahlung von 1,5 Millionen Euro.
Für die Kraichgauer bedeutet der Transfer letztlich ein großes Verlustgeschäft. Vor vier Jahren hatte die TSG schließlich zwölf Millionen Euro hingeblättert, um den vielversprechenden Innenverteidiger vom damals frischgebackenen belgischen Meister FC Brügge loszueisen.
„Wir möchten uns bei Stanley für seinen Einsatz und sein Engagement während seiner Zeit bei der TSG bedanken“, wird Paul Pajduch, Sportdirektor Lizenzmannschaft der TSG, zitiert: „Nach einer erfolgreichen Leihsaison beim 1. FC Union Berlin sind wir gemeinsam zu der Überzeugung gelangt, dass ein dauerhafter Wechsel der richtige Schritt für seine weitere sportliche Entwicklung ist.“
In drei Jahren im Kraichgau funkten Nsoki entweder Blessuren dazwischen, oder er riss mit teils krassen Patzern das soeben Aufgebaute wieder ein. Im Sommer 2025 war dann Schluss für ihn bei der TSG, der 1,84 Meter große Abwehrrecke wurde an Union verliehen. Auch dort kam er nicht wie erhofft zum Zug, weil ihn eine Verletzung ausbremste. Ab Oktober dann sammelte Nsoki erste Einsätze, die sich in der zweiten Saisonhälfte immerhin auf insgesamt 13 Spiele addierten.
Heldt: „Gezeigt, wie wertvoll er für unser Spiel sein kann“
„Stanley hat sich trotz eines schwierigen Starts schnell in die Mannschaft integriert und gezeigt, wie wertvoll er für unser Spiel sein kann“, begründet Horst Heldt, Geschäftsführer Profifußball, die Entscheidung zur Festverpflichtung: „Seine Vielseitigkeit, sein Zweikampfverhalten und sein Spielverständnis passen sehr gut zu Union. Wir freuen uns, dass er bei uns bleibt und unsere Defensive stärkt.“
Nsoki selbst sieht sich bei Union gut aufgehoben. „Ich bin sehr glücklich, dauerhaft Teil dieses besonderen Vereins zu sein“, erklärt der 27-Jährige: „Die Unterstützung der Fans und das Vertrauen der Verantwortlichen haben mir enorm geholfen, nach meiner Verletzung wieder zurückzukommen. Ich fühle mich bei Union sehr wohl und möchte weiterhin dazu beitragen, gemeinsam erfolgreich zu sein.“
Am 23. August startet Union bei Zweitligist Braunschweig im Rahmen der 1. Runde im DFB-Pokal in die neue Pflichtspielsaison – dann schon mit Nsoki in einer Hauptrolle?

