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Training für die Schreibhand: Köln feiert Saisoneröffnung

Am Tag nach der Rückreise aus dem intensiven Trainingslager in Kitzbühel feierte der 1. FC Köln seine Saisoneröffnung. Thomas Kessler kündigte derweil auch vor den Fans an, dass sich am Kader noch etwas tun wird.

El Mala mittendrin

„Es war schon ein bisschen anstrengend“, sagte Luka Lochoshvili mit einem Lachen im Gesicht und rotierender Schulter nach dem Autogramm-Marathon, den er und seine Teamkollegen am Samstag absolviert hatten. „Aber das ist es wert, denn ich glaube, die Fans sind glücklich und ihnen bedeutet es viel.“ Vor rund 40.000 Anhängern feierte der 1. FC Köln bei bestem Wetter vor dem Stadion seine Saisoneröffnung, die Profis verteilten fleißig Unterschriften und schossen Fotos mit den Anhängern

Der Liebling bei den Autogrammjägern war – natürlich – Shootingstar Said El Mala. „Es war eine brutale Schlange bei Said“, staunte auch sein Trainer René Wagner. „Aber ich hoffe, dass jeder ein Autogramm bekommen hat.“ Der 19-Jährige ließ sich den Trubel um seine Person auch bei diesem Event nicht anmerken und war, wie schon in den Trainingseinheiten der letzten Wochen, voll und ganz dabei. Die Situation um den Linksaußen bleibt derweil unverändert: Erst wenn ein Angebot in Höhe von rund 50 Millionen Euro reinflattert, sind die Kölner gesprächsbereit – und das liegt bislang nicht vor.

Drei Profis werden nicht auf die Bühne gerufen

Entsprechend war El Mala auch bei der Teampräsentation einer der 24 Profis, die auf die Bühne gerufen wurden. Dort kündigte Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler erneut an, dass sich am Kader noch etwas tun werde. Gesucht wird weiterhin ein Sechser und ein zweiter Linksverteidiger, zudem soll in der Offensive etwas passieren. Nicht zum Aufgebot zählten dagegen Imad Rondic, für den weiterhin ein Abnehmer gesucht wird, Elias Bakatukanda, der den Verein erneut per Leihe verlassen soll, und auch El Malas weiterhin im Profikader gelisteter Bruder Malek.

Im Anschluss an die Vorstellung sangen die Profis der Männer mit dem Frauen-Team, dem Staff, den Verantwortlichen und all den anwesenden Fans gemeinsam die FC-Hymne. „Es ist ein tolles Event, wie immer“, freute sich Wagner, der es bereits zum fünften Mal erleben durfte. Nun allerdings erstmals als Cheftrainer im Mittelpunkt. Auch, wenn das nicht unbedingt seinem Naturell entspricht. „Aber ich mache das gerne. Ich freue mich natürlich auch, die Fans zu sehen. Von daher ist es ein toller Teil meines Jobs und es macht sehr viel Spaß.“

Zwei Tests gegen Real Sociedad

Für die Kölner war die Saisoneröffnung eine willkommene Abwechslung am Tag nach der Rückkehr aus dem intensiven Trainingslager in Kitzbühel. Auch morgen pausiert das Training noch. Zeit, um etwas abzuschalten, bevor die Vorbereitung in ihre zweite Hälfte geht. „Ich werde versuchen, so wenig wie möglich an Fußball zu denken“, nahm sich Wagner für den freien Sonntag vor, „auch wenn das schwer ist“.

Ab Montag geht es dann wieder an die Detailarbeit mit den Erkenntnissen aus dem jüngsten 2:2 gegen Hertha BSC. Dafür stehen auch zwei Tests gegen den spanischen Pokalsieger Real Sociedad San Sebastian an. Am Freitag wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit gespielt, am Samstag tritt der FC erstmals in diesem Sommer wieder im Stadion an.

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